Mäuseweihnacht

Mäuseweihnacht

Mäuseweihnacht

Was machst du hier in unsrer Küche,
was hast du hier zu suchen?
Lockten dich etwa Gerüche
vom Braten und vom Kuchen?

Du bist fürwahr sehr niedlich,
doch geh jetzt in den Garten.
Bin im Moment noch friedlich
doch würde ich nicht warten

bis Mama dich gleich hier entdeckt,
sie wird ganz furchtbar toben.
Ich hätte dich ja gern versteckt,
horch, da kommt sie von oben.

Schnell, schnell, verschwinde doch du Wicht,
sonst geht’s dir an den Kragen
und das will ich nun wirklich nicht,
drum muss ich dich verjagen.

Geh zu den Deinen und bestell
nen schönen Gruß von mir.
Wenn du gehorchst, dann leg ich schnell
Was Leckres vor die Tür.

Wenn Niklaus kommt, in ein paar Tagen,
dann komm nur wieder her.
Dann gibt’s noch was für deinen Magen,
das hoffe ich doch sehr.

Wenn er mir was im Stiefel lässt
kannst du auch gerne naschen.
Das wird für dich ein Schlemmerfest,
fülle dir auch die Taschen

für die Familie Mäuserich,
ich gönne es euch sehr.
Ich habe genug für dich und mich
und noch ein bisschen mehr.

© Regina Meier zu Verl

Vom Nikolaus geträumt

Vom Nikolaus geträumt

Ich sah im Traum den Nikolaus,
im Schnee ging er von Haus zu Haus,
verteilte seine Gaben.
Er trug den großen Jutesack
auf seinen Schultern Huckepack,
auch ich wollt gern was haben.

„Halt an!“ rief ich ihm hinterher,
„dein Jutesack ist viel zu schwer,
ich helfe dir beim Tragen.“
Doch hatte er mich längst durchschaut,
„Psst“, rief er, „sei doch nicht so laut!“
Ich konnte nichts mehr sagen.

Vorbei der Traum, ich schlief noch tief,
als jemand meinen Namen rief.
War’s Nikolaus, der Gute?
Sprang freudig aus dem Bett im Nu,
schaut vor die Tür in meinen Schuh
und fand nur eine Rute.

© Regina Meier zu Verl