So ein Wetter

So ein Wetter

So ein Wetter
Ein Wettergedicht

Ich genieße noch fröhlich das Sonnenlicht
und denk: Eine Jacke, die brauche ich nicht!
Da saust ein Windzug rund ums Haus,
der zieht mir fast die Bluse aus.
Am Himmel ziehn dunkle Wolken herauf,
die machen sofort ihre Schleusen auf.
Es regnet, ruck zuck bin ich völlig durchnässt
ein dumpfes Grollen gibt mir noch den Rest.
Ein tosendes, tobendes Herbstgewitter
macht mir so sehr Angst, dass ich schon zitter
und kalt ist es auch noch, oh weh, oh weh,
komm ich heil nach Haus, dann gibt‘s heißen Tee.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle PublicDomainPictures/pixabay

Nachtgedicht eines Kindes

Nachtgedicht eines Kindes

Herbst, du weißt, ich bin ein Kind,
sage bitte deinem Wind
er soll doch nicht so heftig pusten.
Mich friert und ich muss auch schon husten.

Ansonsten bist du supertoll,
ich stopfe meine Taschen voll
mit Eicheln, Nüssen und Bucheckern,
drum will ich weiter gar nicht meckern.

Herbst, ich mag dich, glaub es mir,
schau mal, draußen vor der Tür
steht ein Kürbis gelb und rund,
der leuchtet dir zur Abendstund.

Kastanien sammeln macht mir Spaß
und werden mal die Füße nass,
dann laufe ich ganz schnell nach Haus
und zieh die nassen Socken aus.

Nur dein Wind, der ärgert mich.
Buntes Laub trägt er mit sich
und er pfeift und heult und tobt.
Herbst, ich hab dich doch gelobt.

Sei so gut, erzähl dem Wind,
von einem lieben Menschenkind,
das gern das Laub behalten will,
vielleicht ist er dann endlich still.

Ich schlafe jetzt, Herbst, gute Nacht.
Das Licht hab ich schon ausgemacht.

© Regina Meier zu Verl

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