Die eingebildete Hortensie

Die eingebildete Hortensie

Die eingebildete Hortensie

Blau, blau, blau sind alle meine Blüten, blau, blau, blau und wunder-wunderschön!“, singt die Hortensie, deren blaue Blüten wirklich prächtig sind.
„Du eingebildete Pflanze!“, schimpft die kleine Dahlie, die ein wenig im Schatten der Hortensie steht. Sie blüht nicht, denn ihre Zeit ist noch nicht gekommen.
„Rot werde ich bald blühen. Ein tiefes Wunderrot …“ Sie zögert. „Oder ist es orange? Oder gelb gar?“ Sie zögert wieder. „Ich glaube, ich habe es vergessen. Es ist ja auch mein erstes Jahr hier.“ Sie lacht. „Vielleicht bin ich auch blau? Ach, ich lasse mich einfach überraschen.“
„Blau? Das kann nicht sein. Das Blau ist meines und keinesfalls kommt es noch einmal vor, nicht in dieser Brillanz und schon gar nicht bei Dahlien!“
Die Hortensie ist verärgert. Gerade hat sie noch so schön gesungen und dann kommt da so ein Grünkraut, das nicht einmal blüht und meint, dass es auch blau blühen könnte.
„Dein Blau? Ha! Gewiss nicht!“, rufen da ein paar feine Stimmchen. Es sind die Kornblumen, die im letzten Jahr von der Wiese nebenan in den Garten gewandert sind, „Wir sind es, denen die Farbe Blau gebührt. Sie trägt sogar unseren Namen: Kornblumenblau!“
„Ihr seid doch ein eingebildetes Volk, ihr Blumen“, warf der Holunderbusch dazwischen. „Ich produziere leckere Holunderbeeren, daraus machen die Menschen Saft und Marmelade und sie schmecken auch den Vögeln sehr. Fragt die Drossel, die wird euch das bestätigen!“
„Na und?“, meckert die Hortensie los. Sie kann es nicht leiden, wenn sie nirgendwo Bewunderung findet und die Antworten ihrer Blumenkollegen hier im Garten gefallen ihr gar nicht.
„Keiner von euch ist so unvergänglich wie ich und das macht ihr mir auch nicht nach. Nach meiner Blüte nämlich bewahre ich meine Gestalt und werde damit zur Trockenblume. Die Menschen lieben mich dafür umso mehr.“
„Trockenblume, dass ich nicht lache! Das bin wohl ich, meine Lieben“, schimpft die Strohblume, die schon ein wenig knistert, so trocken ist sie bereits. Die Hortensie wird immer stiller, irgendwie ist ihr die Lust vergangen, sich selbst zu prahlen. Es macht keinen Spaß und es führt ja auch zu nichts. Viel schöner wäre es doch, wenn man sich einfach ein wenig unterhalten könnte. Vielleicht war es noch nicht zu spät.
„Vorhin“ beginnt sie, „hat mich ein kleiner Schmetterling besucht und ich sage euch, einen so wunderhübschen kleinen Kerl habe ich in meinem ganzen Blumenleben noch nicht gesehen. Blau ist er gewesen. Morgenhimmelblau mit kleinen braunen Tupfen auf den Außenflügeln. Dieses Blau war fast noch schöner als mein Wunderblau. Aber nur fast und ich…“
Sie kann es nicht lassen mit dem Prahlen, die anderen grinsen und schweigen. Es macht ihnen auch keine Freude mehr zu widersprechen. Erst jetzt, als es still geworden ist, meldet sich ein feines Stimmchen, fein und kleiner als alle anderen hockt es am Boden, das wunderschöne Veilchen, in das man sich sofort verliebt, wenn man es denn wahrnimmt, ja, ja, so ist das!

© Regina Meier zu Verl

Eine weitere Blumengeschichte findet ihr hier: Die Schwestern Sansevieria

Die Schwestern Sansevieria und der dicke Kaktus

Die Schwestern Sansevieria und der dicke Kaktus
Eine Fensterbankgeschichte

„Ich kann nicht verstehen“, rief die Sansevieria ihrer kleinen Schwester zu, „dass immer dieser hässliche Kaktus zwischen uns stehen muss. Ich mag ihn nicht leiden!“
„Da bin ich ganz deiner Meinung, meine Liebe!“, gab diese näselnd zur Antwort.
„Aber bedenke, nicht jeder hat das Glück, so wohlgestaltet und wunderschön sein zu dürfen wie wir. Daher sollten wir Mitleid haben mit dem armen Kerl, findest du nicht auch?“
Die Große stimmte ihr zu:
„Das stimmt wohl, er kann ja nichts dafür, dieser stachelige Geselle. Armer Wicht!“
„Dick ist er auch!“, meinte die Kleine.
„Wir dagegen sind schlank und schön, habe ich nicht recht?“
„Und eingebildet, ja, das seid ihr“, brummte der Kaktus.
„Ich wünschte, ich müsste euch nicht länger zuhören. Im Übrigen: Hört euch mal um! Von uns, den Kakteen spricht jeder, weil jeder sie kennt. Wer aber weiß schon, was eine Sansevieria ist. Ha! Und nun möchte ich um etwas mehr Ruhe bitten. Ich bin etwas müde.“
„Blödmann!“, schimpfte die Kleine.
„Kaktus, wie das schon klingt, wie … ach, ich mag es gar nicht aussprechen!“
Die große Schwester lachte albern, schickte aber die nächste Frechheit gleich hinterher:
„Du siehst aus wie ein grüner Igel, ein hässlicher grüner Igel!“
„Igel sind niedlich!“, brummte der Kaktus. „Ihr aber nicht, ihr böswilligen Schwestern!“
Er nahm sich vor, nun nichts mehr zu sagen. Warum sind sie so gemein zu mir, überlegte er und er merkte, wie ihn Traurigkeit überrollte. Das Leben könnte so schön sein, wenn alle nett zueinander wären. Nett und einfach.
„Ach, ach!“, entfuhr es ihm nun und er senkte sein stacheliges Haupt.
Die Sansevieria-Schwestern schwiegen. Vielleicht merkten sie, dass sie es übertrieben hatten, und das schlechte Gewissen regte sich. Eine Weile war es still auf der Fensterbank an diesem schönen Sommertag, bis auf einmal die Kleine sagte: „Mir ist das viel zu heiß hier heute, ich könnte einen Schluck Wasser vertragen.
„Oh, oh, ich auch“, erwiderte ihre Schwester. „Aber ich fürchte, wir werden warten müssen. Die Frau gießt uns jeden Freitag und das ist noch nicht lange her. Eigentlich reicht das auch.“
„Nur jetzt gerade nicht. Ich glaube, wir müssen verdursten … und Schuld ist dieser Kerl da.“ Sie winkte zum Kaktus hinüber. „Ärger macht durstig. Das weiß doch jeder.“
Der Kaktus kicherte.
„Was kicherst du so blöd?“, fragten die Schwestern gemeinsam.
„Och, mir fiel nur gerade ein, dass Ärger nicht nur durstig, sondern auch hässlich macht, ja ja!“
„Hast du das gehört?“, brauste die Große auf. „Eine Unverschämtheit ist das. Ha!“ Sie wandte sich an ihre Schwester. „Warum sagst du nichts dazu?“
Die Kleine schwieg und ihre Blattspitzen begannen, sich leicht, ganz leicht einzurollen.
Auch der Kaktus kicherte nicht mehr.
„Lasst uns zusammenhalten!“, sagte er. „Wir sind doch die einzigen hier, die …“
„Die was?“, fragte die Gießkanne.
„Na, wir sind die, die zusammenhalten müssen. Komm schon, Gießkanne, gib den Damen einen Schluck Wasser. Ich kann lange ohne Wasser auskommen, die beiden aber nicht!“
„Und ich habe keine Beine“, sagte die Gießkanne.
„Was bildest du dir eigentlich ein, du doofe Kanne!“, keifte die große Sansevieria los.
„Verschwinde, du hast hier überhaupt nichts verloren!“, polterte auch die Kleine.
„Genau!“, brüllte der Kaktus. „Nichts als Unfrieden säst du, nur Unfrieden, du Wasserding, du. Du willst wohl unsere kleine Familie hier gegeneinander aufbringen. Lass uns in Ruhe! Hörst du?“
Lautes Gezeter und Geschimpfe erfüllte den Raum.
„Ich lasse mich nun einfach von der Fensterbank fallen, wollen wir doch mal sehen, ob dann nicht jemand kommt und eingreift“, verkündete der Kaktus. Er ruckelte hin und her und noch einmal hin und her und zack, lag er auf der Seite. Das schepperte heftig und sofort kam Gela angerannt. Sie wohnte hier und hatte die Macht über die Gießkanne.
„Na sagt mal, was ist denn hier los?“, fragte sie und wollte den Kaktus wieder aufrichten, dabei stachen seine spitzen Stacheln heftig in ihre Hand.
„Aua!“, schrie sie und ließ ihn gleich wieder fallen. „Du spinnst wohl!“
„Tut er nicht!“, riefen die Sansevierien im Chor. „Er wollte uns retten, der Liebe!“
Aber das hörte Gela nicht, sie konnte wohl die Blumensprache nicht verstehen. Der Kaktus aber hatte es vernommen und es tat ihm so gut.
Als Gela ihn vorsichtig aufgerichtet hatte und er wieder zwischen den Schwestern stand, war seine Welt wieder in Ordnung. Alle bekamen einen Schluck Wasser aus der Gießkanne, die nun auch erfreut wieder in den Kreis der Freunde aufgenommen wurde.

© Regina Meier zu Verl

Ordnung im Tulpenbeet

Ordnung im Tulpenbeet


„Schöner wäre es noch, wenn die Tulpen nicht wie die Soldaten nebeneinander ständen“, sagte Marlene Huber zu ihrem Mann. Eigentlich hatte sie sich über die prächtigen Tulpen gefreut, die da in einer Reihe standen, weil ihr Mann sie so gesetzt hatte.
„Alles muss seine Ordnung haben!“, sagte Robert voller Überzeugung. Dabei setzte er seine Oberlehrerstimme ein.
Marlene seufzte. Ordnung war ihr nicht wichtig. Sie mochte es nicht, wenn sich alles im Leben der Ordnung unterordnete. Schon gar nicht in der Natur und schon dreimal nicht in ihrem Garten.
„Findest du nicht, dass sie etwas langweilig aussehen?“, fragte sie vorsichtig.
„Nein, das finde ich nicht, absolut nicht!“ Robert ging ein paar Schritte weiter und nahm das nächste Beet in Augenschein.
„Das hier“, sagte er, „scheint eines von deinen Werken zu sein!“
„Ja, hübsch, nicht?“ Ein Lächeln überzog Marlenes Gesicht, als sie vor dem bunten Frühlingsblumenbeet in die Knie ging und verzückt an den Blütenkelchen schnupperte.
„Für jede Nase, jede Biene, jeden Schmetterling ist hier etwas dabei. Blümchen und Kräuter, rote, gelbe, lilafarbene, blaue. Einfach schön.“
„Ja, schön, aber unzweckmäßig. Ich möchte dich aber nicht kritisieren. Wir haben genügend Platz im Garten und jeder darf sein Beet nach seiner Façon gestalten, nicht wahr?“ Robert seufzte. Marlene grinste. ‚Wie ein kleiner Junge‘, dachte sie.
„Zweckmäßig! Was ist schon zweckmäßig, vor allem in der Natur“, meinte sie leichthin. „Oder hast du schon einmal eine Ordnung im Wald gesehen, auf Wiesen, Feldern?“
„Ja. Auf Feldern unbedingt. Da muss Ordnung herrschen. Schließlich geht es dort um etwas Wichtiges: Unsere Nahrung!“
„Ich gebe dir recht, aber ein bisschen muss ich doch widersprechen“, setzte Marlene an, wurde aber sofort unterbrochen.
„Das ist nicht logisch, meine Liebe. Gibst du mir recht oder nicht? Ein bisschen geht nicht, entweder oder!“, schimpfte Robert.
Marlene spürte, wie so etwas wie Wut in ihrem Magen zu kribbeln beginnt. Robert konnte ganz schön pedantisch sein und das passte so gar nicht zu ihr. War er schon immer so gewesen? Sie konnte sich nicht erinnern … ein bisschen machte ihr diese Entdeckung auch Angst.
„Ich wollte gerade sagen, dass unsere Nahrung wichtig ist, so wie du sagst, aber Blumen sind Seelennahrung und eben auch wichtig. Aber es macht mir gerade keinen Spaß, mit dir zu streiten!“ Marlene wendete sich ab und ging zum Haus zurück. Sie ärgerte sich. Aber traurig war sie auch. Sie wollten doch den Tag genießen. In letzter Zeit hatten sie dafür so wenig Muße gefunden, und nun das. Sollten sie die kostbare freie Zeit mit schlechter Laune und Unstimmigkeiten verbringen?
„Nun warte doch, Marlene. Ich habe es doch gar nicht so gemeint“, rief Robert ihr nach. Marlene tat, als habe sie seine Worte nicht gehört. Ein Blick auf die Küchenuhr sagte ihr, dass nun Zeit für den Fünfuhrtee war. Darauf konnte und mochte sie niemals verzichten, er gehörte einfach zu ihrem Tag, immer! Marlene schluckte und versuchte das Kribbeln in ihrem Hals zu unterdrücken, aber es ging nicht. Sie lachte laut los, laut und immer lauter. So lange, bis Robert in der Küche angelangt war und sie fragend anschaute.
„Was ist?“, fragte er.
„Ach Schatz, wir haben beide so unsere Macken, stimmts?“, sagte Marlene und sah ihren Robert nun wieder liebevoller an.
„Ein bisschen muss ich dir da widersprechen“, sagte Robert und dann lachte er auch los.

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„Fünf Uhr Tee bei Marlene und Robert“ Photo by Mareefe on Pexels.com

Margeritentraum

Margeritentraum

Am Rande einer viel befahrenen Straße wohnt eine Gruppe von Wiesenblumen. Die meisten stammen aus der Familie der Margeriten, aber auch Mohni Klatschmohn und ihre Freundin Kornelia Kornblum sind dabei.
Margarete, die größte von ihnen plappert vor sich hin:
„Hört ihr die Kirchenglocken? Sicher ist heute wieder eine Hochzeit. Die Braut trägt Margeriten in den Haaren und der Bräutigam, meine Güte, sieht der gut aus!“
Die anderen Blumen kichern leise.
„Die spinnt mal wieder“, stellt Maggy fest, die ihrer Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht.
„Aber die Glocken läuten ja wirklich, vielleicht kann Margarete hellsehen und weiß, dass es eine Trauung ist“, wirft Mohni ein.
„Quatsch mit Soße, heute ist Freitag und nachmittags sind immer Trauungen“, erklärt der Spitzwegerich, der immer alles weiß. Jedenfalls behauptet er das.
Margarete überhört die Unterhaltung der anderen, sie träumt weiter.
„Und die Engelchen streuen Rosenblätter, mein Gott, sind die niedlich!“
„Die Rosenblätter?“, fragte der Spitzwegerich und lacht hämisch.
„Nein, die Engelchen natürlich. Du bist aber auch kein bisschen romantisch!“, schmollt Margarete. „Man wird ja wohl noch träumen dürfen!“
„Vielleicht wird dein Traum irgendwann wahr und du wirst auf dem Kopf einer Braut zum Altar schreiten, meine Liebe“, tröstet Greta, die sich bisher zurückgehalten hat. „Ich würde dich gern begleiten, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben!“

Zur gleichen Zeit sitzt Marie im Friseursalon nahe der Kirche. Dicke Tränen kullern über ihre Wangen. Dabei sieht sie so hübsch aus in ihrem weißen Seidenkleid, das über und über mit Spitze besetzt ist.
„Das ist doch nicht so schlimm, Marie, gleich ist alles wieder in Ordnung und dann gehst du zur Kirche und heiratest deinen Christian und ihr werdet glücklich werden und diese kleine Panne ganz schnell vergessen!“
„Ja, aber …“, schluchzt Marie, „der Schleier ist hin und eine richtige Braut braucht doch einen Kopfschmuck.“
Die Friseurin flüstert dem Lehrmädchen Nadine etwas ins Ohr. Diese verlässt eilig den Salon und kehrt nach ein paar Minuten mit einem Strauß Margeriten zurück. Mit flinken Fingern zaubert sie einen Blütenkranz und dann bekommt die Braut Marie einen wunderschönen Haarschmuck, der noch bezaubernder ist als der Schleier, der zuvor in der Autotür hängen geblieben war und zerriss.
Maries Augen strahlen und die Friseurin und Nadine, das Lehrmädchen, strahlen auch.

Am Rande der viel befahrenen Straße stehen Mohni, Kornelia und der kluge Herr Spitzwegerich. Die Damen sind in Gedanken versunken und Herr Spitzwegerich kämpft mit den Tränen. Er ist eben doch ein wenig romantisch.
Die Margeriten sind verschwunden, wo sie sind, dass ahnt ihr längst, nicht wahr?
Klar, alle zieren die Kopf der Braut, bis auf Margarete, die sitzt im Knopfloch des Bräutigams und sie ist hin und weg, meine Güte, sieht der gut aus!

© Regina Meier zu Verl

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Neulich auf der Frühlingswiese …

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Neulich auf der Frühlingswiese …

Zufrieden streckte der Löwenzahn auf der Wiese seine Blüte in die Sonne. „Wunderbar, dass ich hier meine Wurzeln gefunden habe. Dies ist ein herrliches Fleckchen Erde, nicht wahr, meine Liebe?“
„Ja, lieber Löwenzahn,“ antwortete das Wiesenschaumkraut, „das kann man wohl sagen, aber mit den Wurzeln ist das so eine Sache.“
„Ich verstehe nicht, was Sie meinen. Ohne Wurzeln können wir Pflanzen doch nicht leben.“
„Das ist ja das Problem. Wir sind fest angewachsen und haben keine Chance, uns vom Fleck zu bewegen. Eine Freundin von mir könnte noch unter uns weilen, hätte sie statt der Wurzeln Beine gehabt.“
Der Himmel verdunkelte sich. Der Löwenzahn und das Wiesenschaumkraut erschraken. Was war passiert? Gerade noch hatte ihnen die Sonne ihre herrlich warmen Strahlen geschenkt. Sollte wieder ein Wolkentag sein? Die beiden hoben ihre Blütenköpfe gen Himmel. Doch der war nicht zu sehen. Es war Alma, die schwarzbunte Kuh des Bauern, die über ihnen stand und den Sonnenstrahlen den Weg versperrte.
„Hey du!“, rief der Löwenzahn, „geh mal einen Schritt zu Seite, du nimmst uns das Licht weg.“
Alma bewegte sich nicht von der Stelle. Sie neigte ihren Kopf und naschte laut schmatzend von dem frischen Gras.
„Hey du, hast du nicht gehört? Du sollst sofort zur Seite gehen“, protestierte der Löwenzahn, nun noch etwas lauter.“
Das Wiesenschaumkraut aber hatte jegliche Farbe verloren. „Psst, Löwenzahn! Sind Sie verrückt? Gleich tritt sie zur Seite und stampft uns in den Boden. Oder noch schlimmer: Sie frisst uns auf. Machen Sie doch nicht so einen Lärm!“
Im gleichen Moment setzte sich die Kuh Alma in Bewegung. Ihr linker Hinterfuß trat gefährlich nah neben dem Wiesenschaumkraut auf dem Boden auf. Das fühlte sich an wie ein Erdbeben, und das Wiesenschaumkraut heulte vor Angst laut auf.
Doch die beiden Pflanzen hatten Glück. Alma zog in die andere Richtung weiter. Als sie aber ein paar Meter entfernt wieder anhielt, schrie der Löwenzahn: „Eine Unverschämtheit ist´s, arglose Wiesenblumen so zu erschrecken.“
Alma blickte sich um. Hatte da jemand mit ihr gesprochen? Seltsam. Sie stand kuhseelenallein auf der Weide. Hmm. Gelangweilt kaute sie weiter.
„Das ist aber gerade noch einmal gut gegangen,“ wisperte das Wiesenschaumkraut.
„Du bist aber ängstlich.“ Der Löwenzahn plusterte sich auf und sah das Wiesenschaumkraut verächtlich an. „Feigling!“, fügte er hinzu.
In diesem Augenblick kam Peter, der Sohn des Bauern, um Alma zum Melken nach Hause zu holen. Er erblickte das Wiesenschaumkraut und bückte sich, um es abzupflücken. „Dich werde ich mitnehmen. Meine Mama mag deine schönen weißen Blüten sehr.“
„Und ich? Hey, was ist mit mir?“, kreischte der Löwenzahn empört.
Aber Peter war schon weitergegangen. „Alma komm, es ist Zeit …“

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Wilde Rosen

Hier in unserer Nähe, in Schloss Holte-Stukenbrock, gibt es ein Seniorenheim mit dem Namen Wiepeldorn. Ich bin oft dort vorbei gefahren, ohne zu wissen, was der Name bedeutet, denn vom Klang lässt sich das kaum ableiten, vielleicht könnte der zweite Teil des Wortes einen Hinweis geben? Nun ja, ich habe es heraus bekommen und dann fiel mir dazu eine kleine Geschichte ein, die euch nun aufklären wird, lest selbst:

Wilde Rosen

„Na, kleine Wiepeldorn, willst du mir helfen?“
Wibke sieht ihren Opa verärgert an.
„Du weißt genau, dass ich Wibke heiße und nicht Wiepeldorn!“, schimpft sie.
Opa legt den Malpinsel beiseite und streckt die Arme aus.
„Komm her und lass dich mal knuddeln!“, bittet er und Wibke kann nicht widerstehen.
Opa ist der Beste, auch wenn er immer so komische Namen für sie erfindet. Das Wort Wiepeldorn hat sie heute zum ersten Mal gehört. Während sie sich an Opa kuschelt, erklärt er:
„Das ist der plattdeutsche Name für wilde Rosen und die sind besonders hübsch, so wie du. Sie sind traumhaft schön, duften köstlich und ab und zu pieksen sie ein wenig.“
Die Kleine lächelt. Mit einer Rose mag sie gern verglichen werden.
„Sind sie so schön, wie auf deinem Bild dort?“, fragt sie und Opa nickt bestätigend.
„Ja, genau so schön. Sicher noch schöner, weißt du, die Natur bringt Blumen hervor, die man so schön niemals malen kann.“
Er nimmt seinen Malpinsel und setzt seine Arbeit fort. Wibke sieht ihm dabei zu und nimmt sich vor, eines Tages mal ein genauso guter Maler zu werden wie Opa. Dann wird sie auch Wiepeldorns malen, ganz viele.

Regina Meier zu Verl

Zum Malen schön – ein Rosenbusch, Foto © Andrea Oberdorfer

Kalle und die Elfen

Kalle und die Elfen
unter dem Text auch zum Anhören

In Kalles Zimmer ist ein Dachfenster. Papa hat dort eine Fensterbank eingebaut. Die hat Kalle mit Moos ausgelegt.
Auf einer Seite steht im Moos eine kleine Baumwurzel, in die ein Efeu gepflanzt ist. Kalle besprüht die Kletterpflanze jeden Tag und er freut sich über jedes neue Blättchen, das sich entwickelt.
„Entwickelt…“ denkt Kalle, „ist genau das richtige Wort dafür.“ Denn das Blättchen ist ja zuerst ganz ineinander geknüllt und wickelt sich dann langsam aus.
„Klasse!“ Kalle freut sich, dass er wieder ein neues Lieblingswort entdeckt hat. Er liebt es, wenn er solche Geistesblitze hat. Und Kalle liebt Elfen. Das sagt er zwar keinem, denn ein Junge, der Elfen sammelt käme bei den Klassenkameraden gar nicht so gut an. Das glaubt Kalle jedenfalls. Es ist sein Geheimnis. Drei niedliche kleine Blumenelfen hat er schon und es sollen immer noch mehr werden. Dafür spart der Kalle sein Taschengeld.
Die Mohnelfe mit ihrem leuchtenroten Kleidchen, sitzt auf der Baumwurzel, eine andere liegt bäuchlings im Moos und sein Liebling, die Kornblumenelfe springt vergnügt wie ein Kind herum. Natürlich springt sie nicht, es sieht nur so aus.
In Kalles Moosgärtchen gibt es auch Blumen. Manchmal pflückt Kalle sie im Garten hinterm Haus, da findet man vom Frühjahr bis in den späten Herbst immer etwas Blühendes. Im Winter geht er zu Frau Schiefer. Die hat ein Blumengeschäft und schenkt ihm ab und zu eine abgeknickte Blüte oder eine weit aufgeblühte Rose, die sie nicht mehr verkaufen kann.
Heute hat Kalle die ersten Krokusse entdeckt und schnell eines davon stibitzt. Er stellt die zartgelbe Blume in ein kleines Wassergläschen und stellt sie zu den Elfen ins Fenster.
„Schaut her, ich habe euch ein Krokus gebracht, bald kommt der Frühling und ihr sollt euch daran freuen.“
In der Nacht träumt Kalle von einem Reh, das in sein Fensterbankgärtchen kommt und mit den Elfenmädchen spielt. Die drei tanzen um das Rehlein herum und singen dabei eine Melodie, die Kalle bekannt vorkommt. Die Worte hat er aber noch nie gehört.
Elfen spielen in der Nacht
Wenn der Sandmann Schlaf gebracht.
Schenken Kindern schöne Träume,
fliegen leise durch die Räume.
Als Kalle am Morgen aufwacht, geht er zuerst an seinen Schreibtisch und schreibt das Verslein auf. Dann schaut er nach den Elfenkindern und bekommt einen tüchtigen Schrecken.
Die Klatschmohnelfe liegt auf dem Bauch, daneben die Kornblumenelfe und die Narzissenelfe. Alle drei haben die Augen geschlossen und schlafen. Das Glas mit dem Krokus ist umgefallen, das Wasser tropft von der Fensterbank.
„Mama, komm schnell!“, ruft Kalle und rennt in den Flur.
„Mama, meine Elfen…“, Kalle ist furchtbar aufgeregt und Mama kommt auch ganz schnell angelaufen.
„Was ist denn nur los, Kalle?“
Kalle ist ganz außer Atem und stammelt: „Die Elfen leben!“
Als Mama und Kalle ins Zimmer kommen, ist auf der Fensterbank wieder alles beim Alten.
Jede Elfe sitzt oder steht an ihrem Platz, selbst das Blümchen steht wieder im Glas. Doch von der Fensterbank tropft noch immer das Wasser.
Komisch.

© Regina Meier zu Verl

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Kalle und die Elfen – zum Anhören

Der Stein und das Gänseblümchen

Der Stein und das Gänseblümchen

Es war Frühling. In einem verwilderten Garten lag ein Stein.
Auf seiner Oberfläche war eine Mulde, in der hielt sich nach dem Regen das Wasser. So diente der Findling den Vögeln als Tränke.
Dem Stein gefiel das. Viele Jahre hatte er sich Gedanken darüber gemacht, was er eigentlich wert sei.
Die Bäume hatten es gut. Sie legten im Frühling ihr grünes Blätterkleid an und spendeten den Menschen und Tieren Schatten. Manche waren sogar voller Früchte und wenn der Stein sah, dass die Kinder von den süßen Kirschen naschten, dann wurde er immer ein wenig neidisch.
Ja, und die Blumen, diese zarten Geschöpfe, sie waren die Geschwister der Sterne. Das wusste der Stein von der alten Walli, die den Kindern immer so schöne Geschichten erzählte. Manchmal setzte sich die Walli zum Erzählen ins Gras und lehnte sich an den Stein. Diese Momente waren ihm heilig. Was gab es Schöneres, als einer Geschichte zu lauschen?
Wie gern hätte der Stein die Walli gefragt, was seine Rolle auf der Welt sei.
Manchmal machte eine Hummel Rast auf dem Stein, das kitzelte und der Stein musste lachen. „Na, Dickerchen“, kicherte die Hummel, habe ich dich am Bauch gekitzelt?“ Da musste der Stein noch mehr lachen.
Der Stein hatte immer wieder versucht mit den Menschen zu reden. Doch nie hatte ihm jemand geantwortet. Entweder hörten sie ihn nicht, oder sie verstanden nicht, was er sagte. Wie anders sollte er sich bemerkbar machen, es gelang ihm nicht, sich von der Stelle zu rühren, so sehr er sich auch anstrengte.
Einmal aber, vor vielen Jahren, war es ihm fast gelungen ein wenig zur Seite zu rollen. Damals hatte ein Gänseblümchen zu ihm gesprochen und da es ganz nah bei ihm stand, konnte er es nicht sehen. Die liebliche Stimme des Blümchens hatte ihn aber so verzückt, dass es unbedingt anschauen wollte.
„Geh ein wenig weiter, damit ich dich sehen kann“, bat er. Doch das Gänseblümchen sagte traurig: „Das geht nicht, ich bin eine Pflanze und ich habe meine Wurzeln im Erdreich. Schau dir meine Schwestern an, dann weißt du, wie ich aussehe.“
„Deine Schwestern sind wunderschön, aber das ist doch nicht das gleiche, als wenn ich dich betrachten könnte“, jammerte der Stein, nahm all seine Kraft zusammen und versuchte, ein wenig zur Seite zu rollen. Dabei ächzte und stöhnte er vor Anstrengung.
„Pst, sei leise“, flüsterte das Blümchen. „Da kommen die Kinder, sicher wollen sie wieder Blütenkränze flechten.“
Das Blümchen verhielt sich mucksmäuschenstill. Annika und Tine setzten sich auf den Stein, der von der Sonne ganz warm war.
„Sollen wir uns ein Kränzchen machen?“, fragte Annika.
„Das ist langweilig, lass uns Geschichten erfinden, das macht mehr Spaß“, schlug sie vor.
Der Stein war erleichtert, es hätte gut sein können, dass es seinem Gänseblümchen an den Kragen gegangen wäre.
„Sag mal“, fragte Annika, „wie findest du eigentlich den Neuen in der Klasse?“
Tine bekam ein knallrotes Gesicht.
„Geht so!“, antwortete sie.
„Na, du bist doch wohl nicht verknallt?“, lachte Annika, sprang auf und tanzte um den Stein herum. Dabei sang sie: „Tine liebt den Neuen, Tine liebt den Neuen!“
„So ein Quatsch!“ Tine stampfte verärgert mit dem Fuß auf.
„Hast du denn nicht bemerkt, dass er dich in der Stunde immer nur anschaut und auf dem Schulhof läuft er auch dauernd hinter dir her.“, behauptete Annika und grinste von einem Ohr zum anderen.
„Das ist gar nicht wahr“, stammelte Tine, aber irgendwie gefiel ihr der Gedanke doch sehr gut, denn der Felix, so hieß der Neue, war ein netter Junge.
„Es lässt sich leicht feststellen, Moment!“ Annika pflückte ein Gänseblümchen und hielt es Tine hin. „Hier, du musst nur die Blütenblätter auszupfen und dabei sagen: „Er liebt mich, er liebt mich nicht… solange, bis kein weißes Blättchen mehr zu sehen ist. Dann weißt du’s!“
Tine nahm das Blümchen und stellte es in die Wassermulde auf dem Stein.
„Du bist gemein, es vertrocknet doch!“ Sie nahm sich aber vor, später wieder her zu kommen und den Test zu machen, wenn Annika nach Hause gegangen war. Sie musste ja schließlich nicht alles wissen.
Der Stein aber war verärgert. Die Menschen konnten ja ganz nett sein, und die Kinder mochte er besonders gern leiden. Schade, dass sie gar nicht darüber nachdachten, dass das arme Gänseblümchen nun sterben musste. Ach könnte er doch reden, dann würde er den Mädchen schon was erzählen.

Am Abend kam Tine noch einmal in den Garten und setzte sich auf den Stein. Sie betrachtete lange das Gänseblümchen, das sich im Wasser frisch gehalten hatte und jetzt die Blütenblätter geschlossen hielt wie jeden Abend.
„Ich werde dir die Blättchen nicht auszupfen, kleine Blume. Mir ist es auch egal, ob er mich liebt. Wenn es so sein sollte, dann werde ich das schon merken.“
Könnte der Stein lächeln, dann hätte er das jetzt sicher getan.
„Wenn der Felix dich nicht liebt, dann ist aber einer da, der dich ganz arg gern hat“, dachte der Stein und dann seufzte er laut: „Ich liebe dich!“

„Ich dich auch!“, sagte Tine und streichelte den Stein. Dann ging sie zurück ins Haus.
„Und ich auch“, flüsterte das Gänseblümchen und seine zarten Blütenblätter erröteten ganz leicht an den Spitzen. Der Stein war nicht ganz sicher, ob es ihn, oder die Tine gemeint hatte. Er wollte es auch gar nicht wissen, er würde es schon merken.

© Regina Meier zu Verl
Hier auch als Hörgeschichte

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Bildquelle Colour/pixabay

 

Das Veilchen und das Mädchen

Das Veilchen und das Mädchen

„Himmlisch ist dieser Duft, liebes Veilchen. Keine andere Blume riecht so herrlich wie du!“, sagte das Mädchen.
Das Veilchen neigte sein blaues Köpfchen verlegen zur Seite. Ein so schönes Kompliment hatte ihm noch niemand gemacht.
Ein Kind kniete auf dem Waldboden und beugte sein Gesicht immer wieder zu dem niedlichen Blümchen herab. Verzückt sog es den Duft des kleinen Blümchens ein.
„Am liebsten würde ich dich mit nach Hause nehmen, damit ich immer an dir schnuppern kann. Ich würde mich liebevoll um dich kümmern, aber …“
Das Veilchen war entsetzt. Dieses Kind würde doch nicht auf die Idee kommen, es abzupflücken. Das wäre das Ende. Dabei war es doch noch ganz am Anfang. Erst gestern hatte es seine Blüte zaghaft das erste Mal geöffnet.
„Aber“, sprach das Mädchen weiter, „das darf ich nicht!“
„Nein, das darfst du nicht“, flüsterte das Veilchen, „aber du darfst mich besuchen, jeden Tag, wenn du willst.“
Das Mädchen schnupperte noch einmal, dann erhob es sich.
„Morgen komme ich dich wieder besuchen“, sagte es und lächelte.
‚Sie hat mich verstanden‘, dachte das Veilchen und es war sehr glücklich.

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Opas coole Idee

Opas coole Idee

Frau Bauer hatte vorgeschlagen, dass die Schüler den Unterricht mit einer Geschichte beginnen sollten.
Heute war Philip dran.
„Ich erzähle euch eine Geschichte, die ist so wahr, wahrer geht es nicht“, begann er.
Hannas rechter Arm schnellte nach oben und Daumen und Zeigefinger schnipsten wie wild.
„Was ist denn, Hanna?“
„Das Wort ‚wahr’ kann man nicht steigern. Es gibt nur wahr oder unwahr“, sagte Hanna.
„Das stimmt, aber bitte unterbrich Philip jetzt nicht mehr. Wir wollen zuerst seine ganze Geschichte hören!“
Hanna schmollte und Philip fing noch einmal von vorn an.
„Also, meine Geschichte ist wirklich wahr. Ihr könnt meine Mutter fragen, wenn ihr wollt.
Mein Opa ist ein Blumenfreund. Er hat die allerschönsten Blumenbeete der Stadt. Aber manchmal muss er sich schrecklich ärgern, immer dann, wenn die Wühlmäuse in seinem Garten räubern. Besonders gern fressen sie die Tulpensamen.“
Hanna schnipste schon wieder und rief ungefragt in die Klasse:
„Tulpen wachsen aus Zwiebeln!“
„Stimmt wohl, aber du gehst gleich vor die Tür, wenn du noch einmal störst“, sagte Frau Bauer streng.
Hanna schmollte weiter und Philip setzte neu an:
„Dann fressen sie eben die Zwiebeln. Mein Opa hatte eine megacoole Idee, wie die Wühlmäuse nicht an die Tulpenzwiebeln, oder auch Narzissen und Krokuszwiebeln herankommen konnten. Soll ich’s sagen?“
„Wir bitten darum!“ Frau Bauer lächelte, Philip machte es immer spannend.
„Also gut, die ganze Familie sammelte Jogurtbecher aus Plastik. Von denen wurde dann in den Boden ein großes Loch geschnitten, dann kam die Blumenzwiebel rein und wurde mitsamt dem Becher in die Erde gesteckt. Die Wühlmäuse konnten nicht mehr ran und durch das Loch im Boden konnten die Zwiebeln Wurzeln bilden und wurden zu prächtigen Tulpen. Nach dem Frühling sammelte er einfach alle Jogurtbecher wieder ein, ließ sie in der Sonne trocknen und im nächsten Jahr konnte er sie wieder ins Beet setzen.“
„Danke, Philip, das war eine tolle Geschichte, aus der wir auch etwas lernen konnten und im nächsten Jahr werde ich es genauso machen wie dein Opa!“, lobte Frau Bauer und Philip war mächtig stolz.
„Dein Opa ist ziemlich cool!“, sagte Hanna in der Pause und bot Philip eines von ihren Butterbroten an. Hanna war schon in Ordnung, eigentlich!

© Regina Meier zu Verl

 

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