Vom kleinen Trecker, der so gern gebraucht werden wollte 5

Mein Bauer, der Josef, hat mir versprochen, mich am Sonntag mit zum Bauernmarkt zu nehmen. Da sind wir früher auch immer gewesen. In den letzten zwei Jahren allerdings hat er mich nicht mitgenommen, sondern den dicken Grünen.

Ich verstehe das nicht, habe ich denn als Ältester keine Vorrechte, so wie der Großvater auf dem Bauernhof? Der darf doch auch alles machen, was ihm Spaß macht. Na ja, fast alles!

Geduld ist nicht meine Stärke, ich kann es nicht erwarten, bis endlich Sonntag sein wird. Dabei sollte ich in meinem Alter doch gelernt haben, dass nicht alles von jetzt auf gleich geht. Gelassenheit, die würde ich mir wünschen. Aber im Motorherzen bin ich immer noch Kind geblieben und das will ich auch gar nicht anders haben.

„Na, mein Kleiner, freust du dich?“, fragt der Josef und tritt mit Schwung an einen der dicken Hinterreifen.

„Aua, das tut doch weh!“, rufe ich.

„Wollen wir doch mal testen, ob du genug Luft hast für eine Spazierfahrt!“, sagt er noch und schon ist er auf die andere Seite gelaufen und tritt nochmal zu.

„Aua!“, kreische ich, aber das stört den Josef nicht die Bohne. Nie hören sie einem zu, meinen immer, dass sie alles besser wissen. Er hätte mich ja nur fragen müssen, ich weiß genau, wie es um meine Luft bestellt ist.

„Alles in Ordnung!“, bemerkt Josef. Habe ich ja gesagt, alles ist okay mit mir. Bis auf den Staub, den müsste mal einer abputzen, am liebsten wäre es mir, wenn der kleine Lukas das machte, denn der ist immer so vorsichtig, weil er mich doch liebt. Das hat er mir jedenfalls gesagt und darauf bin ich besonders stolz. Wenn seine kleinen Hände mich putzen, dann ist das ein so angenehmes Gefühl, dass ich am liebsten wie eine Katze schnurren würde. Aber ich will Lukas nicht erschrecken.

Und tatsächlich, am Samstag kommt mein kleiner Freund. Er hat eine Arbeitshose an und die Gummistiefel und schon geht die Schönheitspflege los. Jetzt verstehe ich auch, warum Josefs Frau immer so gern zum Friseur geht. Ich werde abgespült und eingeschäumt und dann wieder abgespült und dann trocken gerieben. Heiliger Auspuff, ist das gut! Jeden Tag könnte ich das genießen. Aber morgen geht es ja nun erst einmal auf den Bauernmarkt, mit Josef und Lukas. Die Frauen und Großvater kommen mit dem Auto nach.

Am nächsten Tag versammeln sich alle in der Scheune. Ich bekomme noch ein schönes Schild, auf dem steht wie ich heiße, wann ich geboren bin und wie lange ich schon bei Josef lebe. Dann steigt Josef auf, Lukas lässt sich auf den Kindersitz plumpsen und schon geht es los. Mit lautem Getöse und voller Übermut hupend erreichen wir das Gelände, auf dem der Markt stattfindet.

Wohlwollend betrachten mich die Menschen. Ich werde gestreichelt und gelobt. Ist das schön! Das ist wie pflügen, säen und ernten am gleichen Tag, einfach nur traktorisch genial.

Eine anmutige junge Dame interessiert sich besonders für mich. Sie ist Lukas‘ Freundin aus dem Kindergarten und möchte gern mal eine Runde mitfahren.

Dagegen habe ich nichts einzuwenden, schließlich fährt man nicht jeden Tag eine solche Schönheit durch die Gegend. Sie hat ein bisschen Angst, aber Lukas nimmt ihre Hand und hilft ihr beim Hochklettern.

„Ich pass schon auf sie auf“, flüstert er mir zu und dann fährt der Josef mit seiner kostbaren Fracht los, eine ganze Rund ums Gelände.

Ein schöner Tag war das, denke ich, als ich am Abend wieder in meiner Scheune stehe.

„Lasst mich nicht so lange warten, bis ich wieder gebraucht werde!“, bitte ich leise und dann schlafe ich ein, so erschöpft bin ich.

© Regina Meier zu Verl

Vom kleinen Trecker, der so gern gebraucht werden wollte 1

Gebraucht werden ist schön (Folge 1)

Auf einem Bauernhof, gar nicht weit von hier, steht in einer Scheune ein kleiner roter Trecker. Die rote Farbe sieht man fast nicht mehr, denn eine dicke Staubschicht hat sich in den letzten Monaten auf die Bleche gelegt. Der Trecker ist traurig. Früher hat er hart gearbeitet, heute wird er nicht mehr gebraucht. An seiner Stelle schafft jetzt ein neuer, moderner Traktor. Er ist grün und etwas größer als unser trauriger Geselle.
Am ersten Sonntag im Juli soll auf dem Hof das Heu eingefahren werden. In der Scheune wurde Platz geschaffen, das Scheunentor steht weit auf, so dass der kleine Trecker auf den Hof sehen kann. Wie gern würde er nun helfen, aber niemand kümmert sich um ihn.
Gerade kommt der grüne Trecker aus der Wiese zurück. Er hat das Heu noch einmal gewendet und in Welle gefahren, jetzt hängt der Bauer die Heupresse an und dann wird es losgehen zum Pressen.
Die Helfer fahren mit den Fahrrädern voraus, der Bauer geht noch kurz ins Haus. Dann schwingt er sich auf den Sitz und will den Trecker anlassen. Doch – es passiert nichts, der grüne Trecker macht keinen Mucks. „Verflixt!“, flucht der Bauer und steigt wieder ab. „Was ist denn nun wieder los?“
Natürlich bekommt er keine Antwort, Trecker reden nur, wenn der Motor läuft. Wenn ihnen etwas fehlt, dann fangen sie an zu stottern oder brummen. Ein Trecker, der nicht läuft, kann nicht sagen, was los ist. Der Bauer weiß das eigentlich, trotzdem versucht er es noch einmal: „Kannst du mir mal sagen, warum ich so viel Geld ausgegeben habe für dich und wenn es drauf ankommt, dann springst du nicht an?“
Der Bauer überprüft, ob noch genügend Treibstoff im Tank ist, er öffnet auch die Motorhaube und schaut dort nach dem rechten. Doch er kann machen, was er will, der Trecker schweigt.
Dunkle Wolken ziehen am Himmel auf, in der Ferne hört man schon den Donner grummeln. Ein Gewitter zieht auf.
‚Hol mich hier raus‘, denkt der rote Trecker. ‚Gleich gibt es Regen und dann ist das schöne Heu plitschnass!‘
Genau dieser Gedanke kommt auch dem Bauern in diesem Moment, er rennt in die Scheune, nimmt einen Besen und fegt den kleinen Traktor ab. Das kitzelt, der Kleine muss lachen – aber nur ganz leise. “Lass mich nicht im Stich, Kleiner!“, sagt der Bauer und streicht liebevoll über das Schutzblech. Er überprüft die Reifen, es ist alles in bester Ordnung und etwas Diesel ist auch noch im Tank. Der kleine rote Trecker springt auf Anhieb an und schnurrt wie eine Katze.
Die Heupresse wird angehängt und dann geht es ab zur Wiese, wo schon alle warten. Sie staunen, dass der Bauer mit dem alten Trecker angefahren kommt, aber sie sind so froh, dass er ohne Probleme durch die Reihen fährt und das Heu in Bunde presst.
Rechtzeitig vor dem Regen schaffen sie es alle zusammen, das Heu aufzuladen und zu Hause in der Scheune zu verstauen.
Alle sind froh und besonders froh ist der kleine rote Trecker, der beweisen konnte, dass man auch wenn man schon etwas älter ist und nicht mehr ganz so modern, seine Arbeit tun kann und gebraucht wird.
© Regina Meier zu Verl

Nachwuchs im Kuhstall

Nachwuchs im Kuhstall

Das Kälbchen schwankte bedenklich auf seinen dünnen Beinen, die wie Gummi immer wieder einknickten. Es zitterte. Seine Mutter leckte es liebevoll trocken.
„So ein hübsches Kind“, zwitscherte die Schwalbe, die ihre eigenen Kinder für eine Weile allein gelassen hatte, um der Geburt des Kalbes beizuwohnen. Wie mühsam das war, ein Kind auf die Welt zu bringen. Sie, die Schwalbe hatte sechs Eier gelegt, das war auch anstrengend genug gewesen.
„So ein hübsches Kind“, zwitscherte sie erneut, um gleich darauf neugierig zu fragen:
„Was ist es denn, ein Junge oder ein Mädchen?“
Mutter Kuh antwortete nicht, sie war viel zu sehr mit ihrem Kleinen beschäftigt und außerdem war sie erschöpft. Frau Schwalbe ließ aber nicht locker.
„Eines muss man euch Kühen zu lassen. Kaum seid ihr auf der Welt, da könnt ihr schon stehen. Bei meinen Kindern wird es noch dauern, bis sie das Nest erstmalig verlassen können.“
„Dafür könnt ihr dann fliegen, das können wir Kühe nicht. Es ist übrigens ein Mädchen“, antwortete die Kuh jetzt höflich, schließlich musste sie ihrem Kind ein gutes Vorbild sein. Das gefiel der Schwalbe sehr. Diese Kuh war sehr freundlich und das Kälbchen war wirklich wunderhübsch mit seinen riesigen braunen Augen und den Gummistelzenbeinen.
„Und das Kleine hat sogar ein Fell. Wie lange es doch dauert, bis meine Kinder Federn haben“, seufzte sie.
Sanft massierte die Kuh das Fell ihres Kindes mit der Zunge, sie ließ keinen Winkel seines kleinen Körpers aus. Das Kalb drückte sich eng an seine Mutter. Es schnupperte und suchte und stupste seine Mutter. Dann hatte es plötzlich gefunden, wonach es gesucht hatte: das Euter. Gierig begann es zu schmatzen und schmeckte die süße Milch.
„Interessant, interessant“ pfiff Frau Schwalbe und legte aufgeregt das Köpfchen von einer Seite zur anderen, um alles genau betrachten zu können.
Mutter Kuh lachte. Die Schwalbe war schon ein wenig komisch. Was sollte beim Milch trinken denn so lustig sein? Es kitzelte ein wenig, aber es war ein wunderbares Gefühl.
„Musst mich gar nicht auslachen“, flötete die Schwalbe beleidigt. „Ich sehe so was zum ersten Mal!“
„Schon gut, ich habe dich gar nicht ausgelacht. Ich lache vor Glück und Freude“, sagte die Kuh.
Das verstand die Schwalbe gut und nachdem sie noch einmal ihre allerherzlichsten Glückwünsche ausgesprochen hatte, verabschiedete sie sich.
„So, dann will ich mal los, meine Rasselbande wartet schon, ich höre ihr Piepsen bis hierher. Schade, dass ich kein Euter habe, das würde die leidige Futtersuche doch sehr vereinfachen!“
Als die Kuh sich das vorstellte, eine Schwalbe mit Euter, musste sie so heftig lachen, dass das Kälbchen prompt umkippte und vor Schreck auch noch einen Schluckauf bekam.

© Regina Meier zu Verl

HIER auch als Hörgeschichte „Muttergespräche“

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Bildquelle Pezibear/pixabay

Aufregung auf der Gänsewiese (Reizwortgeschichte)

Gänse, Brot, süß, meckern, stehlen

Das sind die Wörter, die dieses Mal verarbeitet werden mussten. Lest, was dabei herausgekommen ist unten und auch bei meinen beiden Mitstreiterinnen:

Lore

Martina

Aufregung auf der Gänsewiese 

Aufgeregt liefen die Gänse auf der Gänsewiese hin und her. Sie schnatterten dabei laut. Man hätte denken können, es sei der Teufel oder der Fuchs hinter ihnen her. Sie schlugen so kräftig mit den Flügeln, dass Gänsefedern durch die Luft stoben. Das Pony Rodrian wieherte: „Guck, es schneit wieder!“
Was war denn da nur los? Tante Anna, die Bäuerin, stand am Küchenfenster und wunderte sich.
„Ich glaube“, sagte sie zu ihrem Mann Antonius, „du musst mal gucken gehen, die Gänse sind außer Rand und Band!“
Antonius schob sich schnell noch ein Stück Brot mit Schinkenspeck in den Mund, murmelte „Jau!“, erhob sich schwerfällig, schnappte seine Mütze und ging nach draußen.
Als er an der Gänsewiese angekommen war, beruhigten sich die Tiere ein wenig. Es war immer gut, wenn sich der Boss einmischte, das kannten sie schon.
„Nun macht doch mal halblang, ihr alten Schnattertanten!“, sagte er und schon der Klang seiner Stimme half, um noch ein wenig mehr Ruhe einkehren zu lassen.
„Schade!“, wieherte Rodrian und drehte den Gänsen sein Hinterteil zu. Er hatte sich so über den Schnee gefreut und nun machte der Bauer alles kaputt.
„Nun sagt mir doch mal, was hier los ist!“, befahl der Bauer. Sofort schnatterten alle wild durcheinander.
„Halt!“, brüllte Antonius. „So nicht! Eine redet, die anderen schweigen!“
Stille kehrte ein, dann schnatterte Gisela, die Älteste: „Die böse Katze hat unser Schnubbelchen gestohlen!“
„Wer um alles in der Welt ist denn Schnubbelchen?“, fragte der Bauer verwundert.
„Na, unser Jüngstes!“, erklärte Gisela weinerlich. „Die Katze hat das Kleine so lange gelockt, bis es durch ein Loch im Zaun hinter ihr her ist. Wir konnten gar nichts machen!“
„Und wo ist die Katze jetzt? Und wie sieht sie aus? Und von woher kommt sie überhaupt?“, wollte der Bauer nun wissen.
Gisela zuckte mit den Flügeln. „Woher soll ich das wissen?“
Der Bauer Antonius schlurfte nun über seinen gesamten Hof, schaute in jede Ecke, hinter jeden Busch und Strauch und rief: „Schnubbelchen! Schnubbelchen!“
Gerade als er vor dem Küchenfenster hinter dem Rhododendron nachgeschaut hatte und immer weiter rief: „Schnubbelchen, wo bist du denn?“, antwortete sein Frau: „Hier bin ich doch!“
Der Bauer Antonius lachte auf, er konnte sich gar nicht wieder einkriegen vor Lachen. „D…dich meinte ich nicht!“, stammelte er atemlos. „Ich suche ein Gänseküken, Schnubbelchen! Eine fremde Katze soll es gestohlen haben!“
Anna überlegte nicht lange. „Dann kann ich dir helfen. Es wird die Nachbarkatze sein, die Schnurrsula! Die kuschelt so gern, schau mal in der Scheune nach!“ Die Bäuerin kam aus der Küchentür und begleitete den Antonius zur Scheune. Leise öffneten sie die Tür und schauten vorsichtig hinein.
„Da, schau!“ Anna deutete auf einen Haufen Heu, in dem hatte sich die Katze eingerollt und an ihren Hals gekuschelt schlief ein Gänseküken, Schnubbelchen.
„Das ist süß, oder?“, flüsterte Anna.
„Jau!“, sagte Antonius und sah seine Anna liebevoll an. „Aber jetzt verrate mir doch bitte, woher du den Namen der Katze kennst!“
„Es ist die Katze der Nachbarin und weil die Ursula heißt, und die Katze so ein liebevolles Kätzchen ist, habe ich sie Schnurrsula genannt!“
Dass die Katze eigentlich ein Kater war und Felix hieß, war ja nicht so schlimm, oder?

© Regina Meier zu Verl

Photo by Brandon Montrone on Pexels.com

Arthur, Friedrich und die Schiffschaukel


Arthur, Friedrich und die Schiffschaukel

Leckeren Pflaumenkuchen gab es am Sonntag. Mit süßer Sahne. Die ganze Familie saß auf der Terrasse und alles hätte wunderbar sein können, wenn da nicht plötzlich ein markerschütternder Schrei die fröhliche Runde erschreckt hätte.
Opa sprang auf. „Dieses Mal erwische ich den Übeltäter!“, rief er und rannte um die Ecke zum Schuppen hinüber.
Alle anderen sprangen ebenfalls auf und folgten Opa. Hinter dem Schuppen befand sich das Gehege für das Federvieh und der Schrei konnte nur von Arthur kommen. Der spazierte aufgeregt im Gehege herum und seine Kumpels, die Hühner gackerten.
Wer Arthur war? Ein Pfau, der bei Opa Asyl gefunden hatte und der die Ruhe im Hühnerhof gerne mal störte. Wo aber steckte Friedrich, der Hahn?
„Arthur? Was hast du mit Friedrich angestellt?“, rief Opa und die kleine Anna fing an zu weinen. Friedrich war nämlich ihr allerliebstes Tier und auch ihr bester Freund.
„Ist Friedrich tot?“, schluchzte sie. „Hat Arthur dem Friedrich weh getan?“
„Beruhige dich. Ich glaube, der Übeltäter ist nicht Arthur, sondern Friedrich. Wo hat er sich nur wieder versteckt, dieser Feigling.“ Opa hatte schon einige Male beobachtet, wie der Friedrich dem Pfau eine Feder auszupfen wollte.
„Warum ist Friedrich gemein zu Arthur?“, fragte Anna.
„Weil er ein Halunke ist“, antwortete Opa mit Empörung in der Stimme.
„Ach was“, sagte Oma. „Er ist eifersüchtig, der dumme, alte Kerl.“
„Ja, ja, die Männer!“, sagte Mama mit einem Seitenblick auf Papa, der gerade über das Tor zum Hühnerhof stieg und auf den Hühnerstall zuging. Er bückte sich, schaute kurz hinein und dann lachte er. Er konnte sich gar nicht mehr beruhigen.
„Das müsste ihr euch anschauen!“, rief er und hielt sich den Bauch vor Lachen.
In der hintersten Ecke des kleinen Stalls saß Friedrich. Er war kaum zu sehen, weil drei Hennen sich schützend vor ihn gestellt hatten.
„Dieser Feigling lässt sich von den Frauen beschützen!“, rief Oma und versuchte die Hennen zu verjagen. „Weg, weg, weg mit euch!“
Da war sie aber bei Anna an der falschen Adresse. „Lasst Friedrich in Ruhe!“, rief sie empört. „Er ist nur müde von gestern. Wir haben Schiffschaukel gespielt, der Friedrich und ich.“
Sie deutete zur Schaukel am Nussbaum hinüber. „Das hat großen Spaß gemacht! Auch Friedrich war glücklich. Er hat auf meinem Schoß gesessen und wir sind ganz hoch in den Baum hinauf geschaukelt. Nein, bis zum Himmel fast. Dann ist Friedrich sogar ein kurzes Stück geflogen. Sehr glücklich war er, das weiß ich. Auch den Hennen hat es Spaß gemacht. Sie haben uns zugesehen und laut gegackert. Oh! Da war vielleicht etwas los!“ Anna lachte, dann zeigte sie mit spitzem Finger zu Pfau Arthur hinüber. „Nur Arthur war sauer. Und wie!“
Da mussten alle nun aber lachen. Was für Ideen Anna immer hatte!
Nur Pfau Arthur war beleidigt. Er schlug ein Rad und stolzierte davon. Er konnte nicht verstehen, warum das kleine Mädchen diesen blöden Hahn ihm vorzog, wo er doch so ein prächtiges Federkleid hatte und überhaupt das schönste Wesen unter der Sonne war! Oder etwa nicht?

© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

Beim Spielen, Bildquelle © summa/pixabay

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Ich freue mich, dass meine Geschichten so guten Anklang finden und biete meinen Leser*innen hier die Möglichkeit, für ein Tässchen Kaffee etwas in die virtuelle Kaffeekasse via Paypal zu geben. Herzlichen Dank für die Anerkennung und Wertschätzung meiner Arbeit!

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