Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Heute ist mir nur ein Minigedichtchen eingefallen, aber es ist wahr, das ist doch auch schön, oder? 🙂

Sonnenuntergang

Am Morgen geht die Sonne auf,
am Abend wieder unter.
Und ich werde, das ist bekannt,
erst dann so richtig munter.

Doch sollte ich, und das ist klar,
auf die Gesundheit achten,
dann könnte ich auch sicherlich
den Aufgang mal betrachten.

© Regina Meier zu Verl

Mein Beitrag zu einem Aufruf bei meinem Blogfreund David Silbenton

Freundschaft (Hummel und Käfer)

Freundschaft (Hummel und Käfer)

 

Ein Gedicht über die Freundschaft

Die Hummel und das Käferlein,
die mochten sich gern leiden.
„Wir wollen immer Freunde sein!“,
versprachen sich die beiden.

Das waren sie für kurze Zeit,
dann kam, wie das so häufig ist,
ausgelöst durch blanken Neid,
ihr allererster Freundschaftszwist.

Die Hummel fand, sie sei sehr wichtig,
im Gegensatz zum Käferlein.
Der Käfer rief: „Das ist nicht richtig!
Das ist nicht so und kann nicht sein!“

Beleidigt schwieg die Hummel jetzt,
‚nen ganzen Tag und noch zwei Stunden,
dann sprach sie: „Hab ich dich verletzt?“
Endlich hatt‘ sie sich überwunden.

„Du mein Freund bist mir sehr wichtig,
ich möchte ohne dich nicht sein.
Was ich dir sagte war nicht richtig!
Kannst du mir das bitte verzeihn?“

„Das kann ich, doch versprich,
mich nie wieder so zu kränken.
Du weißt, Hummel, ich liebe dich,
daran sollst du immer denken!“

Sie blieben Freunde, unsre beiden,
die Hummel und das Käferlein,
mögen sich noch immer leiden,
und das wird wohl von Dauer sein.

© Regina Meier zu Verl 2017

Josh im Bärenwald (Reizwortgeschichte)

Josh im Bärenwald (Reizwortgeschichte)

Märchen, Reise, vergnügt, erschrecken, erleichtert

Das sind die Reizwörter, die heute verarbeitet werden mussten. Bitte lest auch bei meinen Kolleginnen:

Lore

Martina

Ich habe diesmal ein etwas „längeres“ Werk begonnen und präsentiere heute zunächst den Prolog. Mit jeder weiteren Reizwortgeschichte wird es etwas vorangehen bei meiner Erzählung, vielleicht auch mal zwischendurch, mal schauen, wohin der Weg mich führt – mögt Ihr mich begleiten?

Josh im Bärenwald

Prolog
„Von diesem Tag an erzählte der Bärenpapa seinen Kindern jeden Abend ein Märchen!“, sagte Opa und klappte das Buch zu.
„Nun wird aber geschlafen, kleiner Josh!“ Er deckte den Jungen liebevoll zu, küsste seine Stirn und wollte gerade das Zimmer verlassen, als Josh fragte:
„Aber woher kennt denn der Bärenpapa die Märchen? Hat er auch ein Märchenbuch?“
„Das vermute ich!“, meinte Opa. „Vielleicht denkt er sich aber auch einfach immer wieder neue Geschichten aus, so wie ich das manchmal mache!“
Erschreckt setzte sich Josh im Bett auf.
„Aber wenn der Bärenvater die Geschichten erfindet, wie kann ich dann von ihnen erfahren. Opa, du musst mir ihm reden, unbedingt!“, bettelte Josh.
„Mmmh“, machte Opa und dann noch einmal „Mmmh!“
„Weißt du, kleiner Josh, es gibt so viele Geschichten, die erzählt werden wollen. Ich glaube, sie werden uns niemals ausgehen. Aber ich versuche, ob ich auch vom Bärenvater eine neue Geschichte erfahren kann, und die werde ich dir dann erzählen.“, sagte Opa vergnügt, denn er liebte es, Geschichten zu erfinden.
Erleichtert ließ sich Josh in sein Kissen zurücksinken.
„Meist du, du kannst mir morgen schon eine Geschichte vom Bärenvater erzählen?“, fragte Josh und seine Augen wurden kleiner und kleiner. Die Antwort seines Opas hörte er schon gar nicht mehr, im Nu hatte er sich auf die Reise ins Land der Träume gemacht.
Als Opa ins Wohnzimmer kam, setzte er sich auch gleich an seinen Schreibtisch. Oma war noch irgendwo im Haus beschäftigt, vielleicht arbeitete sie ebenfalls am Schreibtisch, denn sie war Lehrerin und musste am Abend immer den Unterricht vorbereiten, was in diesen Zeiten gar nicht so einfach war, da die Schüler gar nicht in die Schule kamen, sondern online am Bildschirm Unterricht hatten.
Opa nahm seinen Skizzenblock und malte einen Bären, daneben vier Kinder, natürlich Bärenkinder. Jedes von ihnen bekam einen Namen, Bärta, Bärt, Robärt und Bärthild hießen sie und waren allerliebst anzuschauen, besonders, als sie farbig ausgemalt waren und nun ihren Erschaffer, Opa, vorwitzig anschauten.
„Nun wollen wir doch mal sehen, ob mir zu euch nicht jede Menge Geschichten einfallen werden!“, sagte Opa und malte noch einen Wald in den Hintergrund, denn irgendwo mussten die Bären ja wohnen.
Der Josh würde staunen, wenn er ihm am nächsten Morgen die Zeichnung zeigen würde und noch mehr staunen würde er, wenn er dann am Abend bereits die erste Geschichte von Bärta, Bärt, Robärt und Bärthild hören würde. Opa hatte schon eine Idee, aber die wird natürlich noch nicht verraten – vielleicht morgen, mal sehen!

© Regina Meier zu Verl

Diese Geschichte nimmt an Elkes ‚froher und kreativer Linkparty‘ teil. Hier geht es zu Elke und ihrem ‚Kleinen Blog‘. KLICK!

Freude, ein Besucher auf meiner Terrasse

Kohlmeisen, Blaumeisen und Tannenmeisen, Spatzen, Amseln und Buchfinken tummeln sich auf meiner Terrasse. Auch einen Buntspecht und einen Grünspecht haben wir ihm Garten. Zwei Elstern „wohnen“ auf der Wiese hinter dem Haus und ein Fasanenmännchen wagt sich auch ganz nah heran.

Heute war erstmalig ein Dompfaff zu Besuch. Das Foto ist leider nicht scharf geworden, da mit dem Handy und mächtig gezoomt aufgenommen, aber man kann ihn erkennen und ich freu mich so, dass ich ihn unbedingt zeigen wollte!

Die Qual der Wahl (drabble)

Die Qual der Wahl

Wir taten uns schwer damit, einen Namen zu finden. Mein Mann machte ständig Vorschläge, die für mich nicht tragbar waren und die Auswahl meiner Namen gefiel dem Göttergatten nicht. Also versuchten wir, eine Lösung zu finden, die beiden gerecht wurde. In einem Vornamenbuch strich jeder von uns seine Lieblingsnamen an. Freudig fing ich an, anschließend war Andreas dran. Was soll ich sagen, es gab nicht eine einzige Übereinstimmung. Wir mussten uns eine andere Möglichkeit überlegen.
„Ich schlage eine Seite auf, du tippst mit geschlossenen Augen auf einen Namen!“, schlug Andreas vor. So machten wir es. Seitdem heißt unser Wellensittich Glossar.

© Regina Meier zu Verl

Photo by Petr Ganaj on Pexels.com

Lilli, Opa und die bunte Box

Lilli, Opa und die bunte Box

Lilli, Opa und die bunte Box

„Hausaufgaben!“, stöhnte Lilli. „Wenn ich dieses Wort schon höre!“ Das Mädchen ärgerte sich einfach darüber, dass es nicht in die Schule gehen konnte und alles nur noch „Hausaufgaben“ waren. Homeoffice klang vielleicht interessanter, war aber auch nicht besser und Homeschooling nervte sowieso ohne Ende.
Überhaupt, nichts mehr war richtig schön. So lange hatte sie schon ihre Freunde nicht mehr besuchen dürfen. Den ganzen Tag verbrachte sie zu Hause, die Mama war viel öfter nervös und ihr Bruder fiel ihr gehörig auf den Wecker. Sie durfte nicht in die Stadt fahren, nicht zum Handballtraining, auch Chorproben gab es nicht momentan. Was für ein ödes Leben!
Wenn Lilli darüber nachdachte, dass Oma und Opa ganz allein in ihrer Wohnung waren und keinen Besuch empfangen durften, dann tat ihr das Herz richtig weh. Aber es ging nicht anders, die Großeltern waren alt und das Virus war für sie lebensgefährlich. Lilli wusste das und sie wollte sie nicht gefährden. Trotzdem sehnte sie sich nach den Stunden mit Oma und Opa und sie vermisste Opas Geschichten so sehr.
Und dann kam eines Tages ein Päckchen für Lili und darin war ein mit Stoff bespannter Würfel und einige lustige Figuren: ein grüner Gitarrist, eine beerenfarbige Elfe und ein buntes Einhorn. Ein Brief lag dabei, in dem Opa den Eltern erklärte, er habe einen Kassettenrekorder kaufen wollen, aber der sei nicht mehr „in“. Heute habe man solchen Boxen für die Kinder und wie sie mit der Box umgehen mussten, erklärte er mit einer Zeichnung. „Typisch Vater!“, schmunzelte Papa. Schon nach kurzer Zeit hatten alle verstanden, wie man die Box bediente und welche tollen Möglichkeiten sie bot. Man stellte eine der Figuren auf die Box, schaltete sie ein und dann erklang Opas Stimme, die eine Geschichte erzählte. Und es war nicht nur eine Geschichte, sondern viele! Drei Figuren hatte Opa mit seinen eigenen Geschichten bespielt und wie sie Opa kannten, würde es bei den dreien nicht bleiben. Außerdem gab es Kinderhörspiele in Hülle und Fülle, die man dazu kaufen konnte, Märchen, Schlaflieder, Pferdegeschichten und und und.
Lilli war selig und hüpfte vor Freude in die Luft. Eigentlich hatte sie immer gedacht, sie sei viel zu alt für eine solche Box. Das stimmte aber nicht, denn nun würde sie jeden Tag eine Geschichte von Opa hören können, auch wenn er nicht bei ihr war. Und nicht nur sie allein, auch ihre Freundinnen Angi und Mara konnten sich bei ihren täglichen Videotreffs über Opas Geschichte freuen.
„Ich muss jetzt unbedingt Opa anrufen!“, rief Lilli und stürmte zum Telefon. Sie wählte Opas Nummer und hatte ihn auch gleich am Apparat.
„Opa, du bist der aller-allerbeste Opa der ganzen Welt!“, rief sie und genauso meinte sie es auch.

© Regina Meier zu Verl

Bildquelle StockSnap/pixabay

Du und ich – Ein Tag mit dem Enkelkind

Du und ich – Ein Tag mit dem Enkelkind

Mit einem Kind spazieren gehen,
die Welt mit seinen Augen sehen
und staunen voll Entdeckerglück
Erinnerung dreht Zeit zurück.

Erblickst den Wolkenelefant
und Kieselstein am Bachesrand,
geformt wie eine Häuschenschnecke,
verwaistes Nest in Buchenhecke.

Sonnenstrahl kitzelt die Nase,
Tautropfen glitzern noch im Grase
hältst die kleine Hand ganz fest,
teilst mit ihr den Kuchenrest.

Wenn Herzen Purzelbäume schlagen
vor Glück an hellen Kindertagen
wenn’s Schnütchen dir ein Küsschen gibt,
dann fühlst du dich wie frisch verliebt

und Schmetterlinge tanzen Reigen
bevor sie auf zum Himmel steigen
wie Blüten, die zu Elfen werden
was gibt es Schöneres auf Erden.

Wenn ich dir etwas schenken kann,
dann ist es Zeit, nimmst du sie an,
dann machst du mir die größte Freude,
wir sind ein gutes Team, wir beide.

© Regina Meier zu Verl

Klassenspiel im Januar

Klassenspiel im Januar

„Ich kann mit meinen zwei Gesichtern in die Vergangenheit und in die Zukunft schauen!“, prahlte der Gott Janus*, der von dem eher schüchternen Robbi Maler aus der achten Klasse gespielt wurde.
„Ich bin der Gott des Anfangs und der des Endes!“, rief er und schlug sich drei Mal kräftig mit der rechten Faust, in der er einen riesigen Schlüssel hielt, auf den Brustkorb. Sein Gesicht nahm dabei einen gequälten Ausdruck an. Ihm war anzusehen, dass er sich nicht wohlfühlte.
„Dann sag uns, Janus, wie wird die Zukunft aussehen?“, bat der Priester, dargestellt von Dennis Watermann. Keiner passte so gut in die Rolle des Priesters wie Dennis, der auch im richtigen Leben sicherlich einmal Pastor werden würde. Predigen konnte er auf jeden Fall gut und was er sagte, das hatte Hand und Fuß.
Robbi als Janus erhob seine Hände über den Kopf, so als balancierte er einen dicken Medizinball über sich.
Im Zuschauerraum saßen Ira und Sophie. Gespannt verfolgten sie die Szene und als Robbi nach gefühlten zwei Minuten noch immer nichts gesagt hatte, kicherten sie.
„Wetten, dass er wieder seinen Text vergessen hat?“, wisperte Ira.
„Ruhe da hinten!“, rief Direktor Menzel verärgert. Ira schlug erschreckt die Hand vor den Mund.
„Bitte Robbi, machen wir weiter!“, ordnete er an.
Robbi hatte sich wieder gefangen. Er erhob erneut die Hände und schaute dann verzweifelt Toni Gerdecke an, der als Souffleur eingeteilt war. Dessen Aufmerksamkeit aber galt Carina, die sich neben der Bühne die Strumpfhose auszog, weil Göttinnen doch nicht mit rutschenden Strumpfhosen auftreten konnten.
„Gerdecke!“, kreischte Direktor Menzel. „Hilf Robbi weiter mit dem Text, oder schläfst du auch?“
„Ich, der Hüter der Tore und Brücken …“, stammelte Toni.
Robbi wiederholte erleichtert: „Ich, der Hüter der Tore und Brücken, muss nach vorn schauen, denn Neues kommt auf uns zu!“ Er drehte sich langsam um und zeigte sein zweites Gesicht, das im Gegensatz zum ersten jung aussah, frisch und unverbraucht.
„Ja, das wissen wir, großer Janus. Doch, was wird es uns bringen?“, fragte der Priester erneut.
Robbi schluckte. Dann sagte er ruhig und völlig unaufgeregt:
„Toni Gerdecke wird sich einen steifen Nacken einhandeln, weil er von Carina gar nicht genug sehen kann und die wiederum wird sich eine Blasenentzündung einfangen, weil sie in dieser Eiseskälte hier die Strumpfhosen ausgezogen hat. Ira und Sophie werden einen heftigen Schluckauf vom unterdrückten Lachen bekommen und Sie, Direktor Menzel sind stark gefährdet, einen Infarkt zu erleiden, ihr Gesicht ist hochrot. Und ich …“, er machte eine bedeutungsvolle Pause, „werde mich aus dieser Rolle verabschieden. Sie liegt mir nicht und Spaß macht mir dieses Theater auch nicht!“
Nach diesen Worten verließ er die Aula, in der es totenstill geworden war.
Direktor Menzel nahm sein Textbuch, zog sein Jackett an und verließ ebenfalls den Raum, die restlichen Anwesenden zogen ihre Privatkleidung an und gingen in die Pause.
Ich blieb zurück, mich hatte niemand gesehen. „Respekt“, dachte ich und meinte Robbi, der sich praktisch freigesprochen hatte von etwas, das er nicht wollte. „Respekt!“, sagte ich und ging ebenfalls nach Hause.

© Regina Meier zu Verl

*Janus, der Gott mit den zwei Gesichtern, hat dem Monat Januar seinen Namen gegeben

Photo by Jonas Kakaroto on Pexels.com

Opa nun wieder

Opa nun wieder

„Die große Uhr am Kirchturm schlug zwölf Mal, als die Pferdekutsche vor dem Wirtshaus vorfuhr. Der Kutscher sprang vom Bock und beeilte sich, zu den Pferden zu kommen, als sich Eingangstür öffnete und ein kleiner, hässlicher Mann mit nur einem Zahn auf der Bildfläche erschien!“
„Bernhard, du sollst doch dem Jungen keine Gruselgeschichten erzählen!“, schimpfte Oma und drohte warnend mit dem Zeigefinger.
„Und der kleine dicke Mann schimpfte und drohte mit dem Zeigefinger!“, fuhr Opa fort.
„Wie Oma“, freute sich Robin und Opa nickte. „Genau so!“ Opa grinste und fuhr fort:
„Du sollst doch nicht hier vorfahren, wenn die Turmuhr zwölf Mal schlägt. Das birgt Gefahr. Große Ge…“
„Bernhard!!!“, rief Oma. „Schweig still jetzt!“
„Aber warum denn, Oma? Es ist doch gerade so spannend!“ Robin wollte unbedingt wissen, wie es weiterging. Opa wartete einen Moment, dann erzählte er weiter.
„Weißt du, vor kleinen dicken und zudem noch hässlichen Männern mit nur einem Zahn, die mit dem Zeigefinger drohen wie Oma musst du dich sehr in Acht nehmen. Ich habe es selbst einmal erlebt, damals war ich ungefähr so alt wie du jetzt, dass ich beinahe mein Leben gelassen hätte!“
„Bernhard!“, Oma schrie es jetzt. „Hör sofort mit diesem Blödsinn auf!“
„Zu spät, Elisabeth“, sagte Opa. „Die Geschichte hält mich gefangen. Meine Freiheit erhalte ich erst wieder zurück, wenn ich sie zu Ende erzählt habe. Bis zum bitteren Ende.“
„Wer sagt das?“ Omas Stimme war nun leise geworden. Gefährlich leise. „Du willst mich wohl auf den Arm nehmen?“
„Aber nein, wo denkst du hin!“ Opa machte ein so unschuldiges Gesicht, dass Oma schon wieder ein wenig lächeln konnte. „Du kennst mich doch, Elisabeth!“
„Eben, deshalb!“, sagte Oma und machte keine Anstalten, den Raum zu verlassen. Sie würde das Erzählen überwachen und notfalls wieder eingreifen.
„Erzählst du jetzt weiter, Opa? Haben dich die kleinen, dicken Männer verhauen oder gefesselt oder mit dem Messer …?“
„Robin!“, schrie Oma. „Sei wenigstens du still! Und Schluss damit jetzt!“
„Schlimmer!“, sagte Opa da aber schon. „Viel schlimmer. Es waren meine Lehrer und die …“
„Hatten eine Kutsche? So alt bist du doch noch gar nicht, Opa, dass die Lehrer mit der Kutsche kamen und dann die Kinder gequält haben, stimmt‘s?“ Robin ließ nicht locker, er wollte nun wissen, was passiert war Ein bisschen zweifelte er ja daran, dass Opa die Wahrheit erzählte.
„Welche Kutsche?“ Opa schien mittlerweile auch zu zweifeln. Wie aus einem tiefen Schlaf erwachend riss er erschreckt die Augen auf und schüttelte den Kopf. „Was wollte ich gerade erzählen?“
„Nichts“, sagte Oma schnell.
Die beiden sahen sich an, grinsten und brachen in ein lautes Gelächter aus.
Was für eine blöde Geschichte! Robin wollte schmollen, dann aber musste er auch lachen. Opa nun wieder!

© Regina Meier zu Verl

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