Heimat, wo ist das?

Heimat, wo ist das?

„In diesem Jahr fahren wir in den Sommerferien einmal woanders hin!“, verkündete Mama beim Sonntagsfrühstück. Der Sonntag war der einzige Tag, an dem sie die gesamte Familie beisammenhatte und wichtige Dinge konnten besprochen werden.
„Ich fahre nicht mit! Und wo ist denn dieses Woanders“, rief David sofort.
Und die kleine Jana, die immer erst alles ganz genau so machen möchte wie ihr Bruder, stimmte gleich mit ein:
„Ich auch nicht! Ich bleibe bei David.“
„Na prima!“‘ Papa seufzte und zwinkerte Mama zu. „Sieht so aus, als müssten wir allein verreisen.“
„Ach schade, aber wenn es so ist, dann können wir wohl nichts daran ändern. Dabei gibt es dort so viele Sachen für große und kleine Kinder. Wir werden euch sicherlich vermissen. Bestimmt ist es nicht schön, wenn wir dann den fremden Kindern beim Spielen zuschauen müssen“, meinte Mama traurig.
„Hier ist es schöner“, meinte David und er tat ganz cool. Seine Stimme aber klang nicht mehr so fest. „Und praktisch ist es auch.“
„Praktisch!“, echote Jana.
„Praktisch?“, fragte Papa.
„Ja, praktisch. Wir müssen keine Koffer packen, nicht das Zimmer aufräumen, bevor wir losfahren, fällt alles weg. Das ist praktisch!“, erklärte David.
„Aufräumen ist blöd!“, meinte Jana.
„Okay, okay!“, sagte Mama und zwinkerte Papa zu. „Dann bleiben wir alle zuhause, machen Ausflüge und erkunden unsere nähere Heimat.“
Papa zwinkerte auch und meinte: „Gute Idee. Die kennen wir nicht so gut und …“
„Was ist Heimat?“, unterbrach Jana ihn.
„Heimat ist da, wo dein Bett steht!“, rief David vorlaut aus. Die Eltern lachten. „Woher weißt du das denn und glaubst du, dass es richtig ist?“
David überlegte einen Moment. „Ich glaube, das habe ich in meinem neuen Buch gelesen, wartet, ich hole es!“
„Das verstehe ich nicht!“, hielt ihn Jana auf. „Ein Bett kann überall stehen und wenn man umzieht, kann man es auch überall hin mitnehmen. Ist Heimat also überall?“
Papa lachte. „Eine gute Idee ist das. Gefällt mir. Jana hat recht, Heimat ist überall … wo man sich wohlfühlt.“
„Nein, ist es nicht.“ Mama schaltete sich nun auch ein.
„Heimat ist da, wo man geboren ist und wo die Menschen leben, die einen lieben und die man selbst liebt!“
„Also hier!“ Jana klatschte vor Freude in die Hände. „Ich habe euch alle lieb und Oma und Opa, aber auch Tanja, Nora, Marie und Benedikt, und, ja, Frau Schmittke auch und …“
„Und Tante Anneliese!“, rief David und lachte. Vor der und ihrer scharfen Zunge nämlich hatten alle großen Respekt. „Und die alle müssen wir mitnehmen, wenn wir verreisen wollen. Oh weia!“
„Ich habe doch gesagt, wir erkunden unsere nähere Heimat – kein Mensch hat davon gesprochen, dass wir die alle mitnehmen müssen, das wäre doch der reine Stress, oder?“, sagte Mama besorgt. Sicher sah sie gerade eine Menschenkolonne durch Heimathausen ziehen und Tante Anneliese an der Spitze.
Papa und David mussten lachen, weil Mama so besorgt dreinblickte und weil das doch eine ziemlich komische Idee war mit Mamas Heimathausen.
Nur Jana musste wieder grübeln. „Aber die sind doch noch da, wenn wir heimkommen. Unser Haus auch, der Garten, die Bäume, der Wald und unser Dorf, denn auch die sind Heimat. Die sind alle immer da und das ist gut so“, meinte sie. „Ich glaube, das ist Heimat, oder?“

© Regina Meier zu Verl

Grinsende Schnecken

Grinsende Schnecken

Ein wenig mehr Regen könnten wir gebrauchen, aber wir wollen nicht unzufrieden sein, denn gerade vorhin hat ein Schauer den Staub von den Blättern gespült und der Garten sieht wie frisch geputzt aus.
Ich ziehe meine Gummistiefel an und freue mich darauf, eine wenig in meiner Kräuterspirale zu schnuppern und zu zupfen, falls nötig. Ich freue mich immer, wenn ich über den Rasen zu ihr hinüber gehe und dort verweilen darf. Ein bisschen bin ich auch stolz auf sie, denn die Kräuter gedeihen prächtig.
Jetzt aber erschrecke ich. Ein bisschen verwüstet sehen sie aus und zwei fette rote Nacktschnecken aalen sich auf Petersilie und Rauke.
»Das ist ja wohl eine Unverschämtheit!«, rufe ich laut aus. Die beiden Schnecken stört das gar nicht, sie mümmeln ruhig weiter an den Kräutern. Fast sehen sie ein wenig so aus, als grinsen sie mich frech an.
Oh nein, zum Lachen ist mir gar nicht zumute.
»Verschwindet!«, herrsche ich die beiden kleinen Monster an. »Ihr habt hier nichts zu suchen. Das ist mein Kräuterbeet und meine Petersilie und mein Rucola. Ab mit euch auf die Wiese – oder noch besser rüber zum Nachbarn!«
»Aber, aber, meine Liebe! Das ist nicht die feine Art!«
Die Stimme vom Nachbarn Fritz ertönt laut, nicht unfreundlich, aber auf der Stelle habe ich ein schlechtes Gewissen. Wie viel mochte er gehört haben, auch das mit dem Nachbarn? Wahrscheinlich! Ich laufe puterrot an und schäme mich. Ob ich mich entschuldigen soll? Aber was soll ich sagen? Und grinsen die beide Schnecken nun nicht noch unverschämter? Überhaupt: Noch nie habe ich eine grinsende Schnecke gesehen und zwei schon gar nicht.
»Ei-ein Missverständnis«, grummle ich Richtung Gartenzaun.
»Ach so!«, sagt Fritz und wendet sich wieder seinen Rosen zu. Er ist kein Mann der großen Worte. Eigentlich bin ich erleichtert, aber dann möchte ich doch gern wissen, was er gehört hat.
»Gibt es bei dir auch Schnecken, Fritz?«, frage ich und hebe eine von den meinen mit spitzen Fingern an, um sie Fritz zu zeigen, dabei gehe ich ein paar Schritte auf ihn zu.
Er guckt erst verdutzt auf die Schnecke, dann auf mich, grinst und sagt:
»Die grinst ja! Siehst du das auch?«
Hat er es also auch gesehen! Und ich habe schon befürchtet, ich sei ein wenig neben der Spur heute. Naja, plemplem eben.
»Klar, das sehe ich auch. Da ist noch eine, die grinst genauso unverschämt. Warte, ich hole sie!«, sage ich und drehe mich schon um, als Fritz sagt: »Und dann setzt du sie in meinem Garten aus, oder?«, er lacht laut. ‚Also doch‘, denke ich und spüre, wie mir die Röte abermals ins Gesicht schießt.
»Das würde ich doch nie tun!«, sage ich schnell und bemühe mich, seinem Blick standzuhalten. »Kein Mensch mit Anstand würde seinen Nachbarn so misslich behandeln und …«
Ich stutze und starre auf Fritzens Gesicht. Es ist rot geworden. Puterrot.
Mich kitzelts in der Kehle, ich kann gar nicht mehr denken, konzentriere mich auf das Kitzeln und dann lache ich los, laut und befreit. So lange lache ich, bis mir die Tränen übers Gesicht laufen. Und Fritz? Der lacht erleichtert mit und die beiden Schnecken? Sind verschwunden, komisch!

© Regina Meier zu Verl

Reizwortgeschichte – Die Flucht vor den Speckbohnen

Die folgenden Wörter galt es dieses Mal in der Geschichte unterzubringen: Esel, Eis, empört, eilig, erfrischend.

Bitte schaut auch, was meinen Kolleginnen dazu eingefallen ist: MARTINA und LORE

Die Flucht vor den Speckbohnen

Meine Mutter konnte gut kochen, ganz ehrlich. Aber ein Gericht mochte ich gar nicht gern und jedes Mal gab es Streit, wenn sie es zubereitet hatte. Grüne Bohnen mit Speck.
„Schön aufessen!“, sagte sie immer, „Bohnen sind gesund! Du stehst mir nicht vom Tisch auf, ehe du alles aufgegessen hast.“
Wie sollte ich das essen? Mir war schon schlecht, wenn ich es nur sah oder roch.
Aber sie kannte kein Pardon, es war wirklich schrecklich. Ich hatte auch keine Idee, was ich da unternehmen konnte und bat meine Oma um Hilfe.
„Ach Kind, so schlimm schmeckt das doch gar nicht!“, sagte sie, versprach mir aber, sich etwas einfallen zu lassen.
Ich seufzte. Oma hatte sich schon öfter etwas einfallen lassen, doch Mama war uns immer auf die Schliche gekommen und am Ende saßen wir beide am Tisch und mühten uns ab, dieses Ekelzeugs zu essen. Ehrlich, da musste uns nun etwas ganz besonders Schlaues einfallen, um dem beim nächsten Mal zu entgehen. Nur was?
Als Mama am folgenden Tag ankündigte, dass sie Bohnen pflücken wollte, weil es mittags Bohnen und Speck geben sollte, sagte Oma:
„Liebe Mechthild, koch aber nicht so viel davon, denn Mia und ich haben morgen schon etwas vor und sind über Mittag außer Haus. Und wir haben es jetzt schon sehr eilig!“ Oma stand auf und zwinkerte mir zu.
Erstaunt schaute ich sie an und nicht nur ich, sondern auch meine Mutter hatte Fragezeichen in den Augen.
„Wo wollt ihr denn hin und werde ich eigentlich gar nicht mehr gefragt?“, sagte sie empört.
„Nö“, sagte Oma und grinste.
„Nö“, sagte auch ich und tat ganz unschuldig, so als hätte ich mit all dem gar nichts zu tun. Und das war ein Fehler. Ich Esel hätte es wissen müssen, Mama roch den Braten sofort.
„Nun gut“, sagte sie. „Das ist mir ganz recht, denn dann muss ich nicht zu Mittag gar nicht kochen und kann mir einen netten Nachmittag machen. Papa hat nämlich auch einen Termin und kommt nicht zum Mittagessen.“
Sollte Papa etwa auch allergisch gegen Speckbohnen sein?
Nun war guter Rat teuer, denn, und das konnten wir uns sicher ausrechnen, es würde halt einen Tag später die verhassten Bohnen geben. Oma räusperte sich, dann sagte sie mit fester Stimme:
„Meine Liebe, du hast es sicher längst bemerkt, wir reißen vor deinen Speckbohnen aus, die mögen wir nämlich beide nicht!“
Oh ha, die traute sich was, die Oma!
Mama seufzte und sah mich mit einem ihrer besonders genervten und viel mehr noch traurigen Mama-Blicke an.
„Stimmt das?“, fragte sie. „Bin ich denn so eine schlechte Mutter, die ihr Kind mit Speckbohnen quält?“ Das klang, als wollte sie jeden Moment anfangen zu heulen.
Oma schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. Ich erschrak, Mama auch!
„Schluss jetzt!“, sagte sie. „Wir werden uns doch wegen dieser dusseligen Bohnen nicht streiten! Ich schlage vor, dass du es akzeptierst, dass wir beide die nicht mögen und ab sofort dürfen wir das auch sagen. Du, meine Liebe, nimmst dir ja auch das Recht raus, zu sagen, was du denkst. Verflixt und zugenäht!“, schimpfte Oma. So hatte ich sie noch nie gesehen und von da an herrschte wieder Friede bei uns. Wir mussten nicht ausreißen, wenn Mama ihre geliebten Bohnen kochte, denn dann bekamen Oma und ich Milchreis – lecker. Wenn wir Glück hatten, durften wir danach ein erfrischendes Eis zum Dessert genießen. Und Papa? Der aß tapfer die Bohnen, aber so richtig glücklich sah er dabei nicht aus.

© Regina Meier zu Verl

Muskelkraft statt Steckdose

Muskelkraft statt Steckdose

»Früher hatten wir eine Kaffeemühle aus Holz, die klemmte sich meine Mutter zwischen die Knie und dann wurde mit der Kurbel gedreht, was das Zeug hielt. Dadurch wurde das Mahlwerk betätigt, das die Kaffeebohnen in feines Kaffeemehl mahlte«, erklärte Oma, als sie gerade eine Kaffeetüte aufschnitt, um sich einen Kaffee zu kochen.
Das klang spannend. Es war doch cool, wie man damals den Kaffee gemahlen hatte. Und da war noch eines.
»Mega!«, rief ich. »Dann brauchte man keinen Strom! Ist das nicht toll?«
»Stimmt, und ganz ehrlich: der Kaffee schmeckte sehr viel besser als der, der später mit elektrischen Mühlen gemahlen wurde!«, behauptete Oma.
»Und warum nimmst du dann lieber die elektrische Mühle, Oma?« Ich verstand es nicht ganz.
»Du könntest Strom sparen und dann schmeckt der Kaffee auch viel besser.« So einfach war es doch, oder? Und Strom sparen war wichtig.
»Du hast ja recht, aber ich habe den Kaffee bereits gemahlen gekauft. Ich besitze nämlich keine Kaffeemühle mehr, weder eine elektrische noch so einen alten Kasten, wie meine Mutter einen hatte«, sagte Oma.
»Dann wünsch dir doch eine zum Geburtstag, oder gibt es die gar nicht mehr, die Handkaffeemühlen?«, wollte ich wissen, denn ich hatte große Lust, den Kaffee für meine Oma zu mahlen. Überhaupt hatte ich große Lust, irgendetwas zu zermahlen. Beim Schulausflug hatten wir eine alte Mühle besichtigt und es hat mich schwer beeindruckt, wie die alten Mühlsteine harte Körner in feinen Mehlstaub verwandelt hatten.
»Wir könnten dann auch Mehl in so einer Kaffeemühle mahlen«, erklärte ich Oma. »Das ist sehr praktisch.«
Oma lachte. »Das wäre aber sehr mühsam, dafür brauchten wir dann eine viel größere Mühle.«, meinte sie und das sah ich wohl ein.
»Aber es muss doch noch weitere Dinge geben, die uns dabei helfen Strom zu sparen«, überlegte ich laut.
»Ja, zum Beispiel ein Waschbrett, das könnte uns helfen, die Waschmaschine zu ersetzen. Aber ganz ehrlich, ich sehne mich nicht nach einem Waschbrett zurück!«
Waschbrett? Das klang kompliziert und ich ahnte, was man damit machte.
»Nicht alles, was Strom spart, ist praktisch«, meinte ich schnell. Und dann überlegte ich krampfhaft, welche altmodischen Geräte man doch wirklich auch heute noch prima zum Stromsparen benutzen konnte. Der alte Rasenmäher fiel mir ein, der hinten im Schuppen stand.
Ich schlug vor, dass ich den Rasen demnächst mit dem mechanischen Mäher für meine Oma mähen könnte.
»Großartige Idee! Ich werde Opa sagen, dass er ihn ein wenig auf Vordermann bringen soll – oder sag es ihm gleich selbst, da kommt er ja!«

© Regina Meier zu Verl

Frieder und der Erdbeerkönig

Frieder und der Erdbeerkönig

Frieder und seine Mama waren zum Erdbeeren pflücken auf dem großen Feld von Onkel Albert gewesen. Mama hatte einen Eimer mitgenommen. Sie brauchte viele Erdbeeren, denn sie wollte später leckere Marmelade kochen.
Frieder hatte auch einen Eimer dabei, den kleinen gelben mit den roten Punkten. Doch den brauchte er eigentlich nicht. Er hatte einen Mund und einen Bauch, nein, einen großen Mund und einen großen Bauch und das genügte ihm.
Als Mama und er dann wieder zu Hause ankamen, war Frieder satt und zufrieden und er hatte eine leuchtend rote Schnute.
„Hoffentlich bekommst du keine Bauchschmerzen“, meinte Mama, die immer sehr um Frieder besorgt war.
„Ach was, bekomme ich schon nicht“ sagte Frieder. Aber Erdbeeren mochte er nun auch nicht mehr essen und Mama helfen, dazu hatte er so gar keine Lust.
„Ich bin erschöpft vom Pflücken!“, verkündete er. Und insgeheim drückte es ihm ja doch auch ein bisschen im Bauch. Frieder fühlte sich voll bis obenhin angefüllt mit Erdbeeren, Erdbeeren, Erdbeeren. Und ein bisschen Schokolade, die hatte er von Tante Helene geschenkt bekommen und mit aufs Erdbeerfeld genommen. Die drückte auch im Bauch.
Er setzte sich auf den Boden und blätterte lustlos in einem Bilderbuch, das eigentlich für Babys geschrieben war, so für 4 oder 5 Jahre, und Frieder war schon fünfeinhalb. Da, im Buch saß der Erdbeerkönig auf einer Baumwurzel.
„Hey, Frieder!“, sagte er mit einer tiefen, aber sehr angenehmen Stimme. Frieder erschrak trotzdem. ‚Woher kennt der mich?‘, dachte er und wollte das Buch schnell wieder zuklappen. Das gelang aber nicht, denn nun stemmte der Erdbeerkönig sich gegen die Seite.
„Halt!“, rief er, „Nicht zuklappen, ich will dir etwas sagen.“
Frieder zuckte zusammen. Das konnte doch nicht der Erdbeerkönig aus dem Buch sein, der da zu ihm sprach. Das kam wohl davon, wenn man zu viel in sich hineinfutterte. Er hielt sich die Hand vor den Bauch und überlegte, ob er zu Mama hinüber flüchten sollte.
„Nur Mut, junger Mann!“, meldete sich da die Stimme wieder zu Wort. „Sei neugierig?“
„Aber, aber mir ist doch ein bisschen übel!“, stammelte Frieder.
„Das wird gleich wieder besser werden, hör zu, ich erzähle dir etwas, das wird dir helfen!“, sagte der Erdbeerkönig. Frieder war gespannt, so gern hörte er Geschichten, da würde er doch nicht auf diese hier verzichten. Er atmete tief durch und schloss für einen Moment die Augen. Und da begann die Geschichte auch schon: „Es war einmal ein Land mit dem Namen ‚Erdbeerland‘ und da …“
Mehr hörte Frieder nicht mehr. Die vielen Erdbeeren in seinem Bauch hatten ihn müde gemacht, so müde, dass er einmal laut gähnte und dann auch schwupps – einschlief. Der Erdbeerkönig aber erzählte und erzählte und wer weiß, vielleicht redet er immer noch.

© Regina Meier zu Verl

Prösterchen, auf den Muttertag

Prösterchen, auf den Muttertag

„Muttertags-Geschichten sind immer so süß, so niedlich, so heile Welt. Aber das Leben ist nicht so, auch nicht am Muttertag. Jedenfalls nicht bei mir!“
„Wie bitte?“ Katrin, die Bistrobesitzerin, sah Ihren Gast erstaunt an. Es war eine alte Dame, die vor einer Tasse Kaffee saß und unruhig mit der Gabel das Stück Apfelkuchen zerkrümelte.
„Haben Sie mit mir gesprochen? Ich konnte Sie nicht genau verstehen.“
„Nein, nein! Ich habe mit mir selbst gesprochen. Wissen Sie, ich bin viel allein und dann gewöhnt man sich solche Dinge an!“, sie lächelte gewinnend und Katrin hatte das Bedürfnis, sich ein wenig zu der Dame zu setzen.
Mit zwei Gläschen Eierlikör kehrte sie zum Tisch der Fremden zurück.
„Darf ich Sie zu einem kleinen Gaumenkuss einladen? Eierlikör. Hausgemacht. Für kleine Gelegenheiten, zum Freuen, zum Traurig sein, ach, zu allem. Probieren Sie!“
Die Augen der alten Dame leuchteten.
„Ich liebe Eierlikör, und dass er ein Gaumenkuss ist, das kann ich wohl bestätigen. Vielen Dank!“
Katrin setzte sich und hob ihr Glas.
„Auf die Gesundheit!“, sagte sie.
„Auf die Gesundheit!“ Ihr Gast hob das Glas an die Lippen, kostete und seufzte genussvoll.
„Das ist ein besonders feiner Schatz! Ich weiß ihn sehr zu genießen, denn eigentlich …“, sie grinste verschmitzt. „Eigentlich dürfte ich so etwas Feines gar nicht mehr trinken. Gar nichts mehr darf man, wenn man alt ist. Alt und nutzlos!“
„Das dürfen Sie niemals sagen und auch nicht denken. Wir werden alle einmal alt sein, aber sind wir deswegen nutzlos? Nein!“, sagte Katrin. „Aber darf ich fragen, warum Sie keinen köstlichen Eierlikör trinken dürfen? Ist es etwa der Zucker, der es ihnen verbietet?“
„Zucker!“ Die alte Dame lachte hellauf.
„Der kann mir gar nichts verbieten. Und auch nicht all die anderen, die meinen, mir etwas vorschreiben zu können. Ha! Stellen Sie sich vor: Sie sagen mir, wie ich zu leben habe. Trinke keinen Kaffee, höchstens ein Tässchen am Morgen. Iss nicht dies und nicht das und … ach, am besten gar nichts. Gehe nicht allein in die Stadt. Und so weiter und so fort. All das schreiben sie mir vor. Aus der Ferne. Pah!“
„Wer denn, wer schreibt Ihnen das alles vor?“, fragte Katrin und man sah ihr an, dass sie entsetzt war über das, was die alte Dame ihr erzählte. Sie hob ihr Glas noch einmal an.
„Prösterchen!“, sagte sie.
„Das sind die, die mich am meisten lieben. So sagen sie. Meine Kinder und Enkel.“
Vor Aufregung schummelte sich ein kleiner Schluchzer in ihre Worte.
„Die, die nie da sind und doch alles besser wissen.“ Sie hob ihr leeres Glas. „Darauf trinken wir.“
„Warten Sie, ich schenke nach! Wir lassen uns doch nichts verbieten, oder?“, fragte Katrin.
„Auch nicht von den Kindern und Enkeln, von denen schon gar nicht!“
„Das kommt nicht in die Tüte! Und darauf stoßen wir an! Prosit!“ Die alte Dame lachte. „Prosit mit Eierlikör! Das hatte ich auch noch nie in meinem langen Leben. Sie etwa, junge Frau? Haha! Komisch ist das! Urkomisch!“
„Ich habe lange nicht so viel Freude mit einem Gast gehabt!“, sagte Katrin, die sich aber dann doch um andere Bistrotbesucher kümmern musste.
„Machen Sie nur, ich bleibe einfach noch ein bisschen sitzen und genieße das süße Gefühl!“, verkündete die Dame und als sie später ging, lag ein seliges Lächeln in ihrem Gesicht!

© Regina Meier zu Verl

Vergesslich? Ich doch nicht! (Reizwortgeschichte)

Die Reizwörter sind: Bibliothek, Buch, betreten, begeistert, beheben

Schaut bitte auch bei meinen Kolleginnen, was sie dazu geschrieben haben

Martina und Lore

Vergesslich? Ich doch nicht!

Als ich die Bibliothek betrat, wusste ich noch genau, was ich dort wollte. Aber, wie das so ist, wenn man einer Fülle an Informationen ausgesetzt ist und sich Buch an Buch reiht, kann man schonmal vergessen, was der eigentliche Grund für den Besuch war.

Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn Lesen bildet und es kann ja nicht falsch sein, sich einfach mal inspirieren zu lassen. Ich stehe also mit schräg gelegtem Kopf vor einem Regal und versuchte die Titel der dort stehenden Bücher zu entziffern. Ab und zu greife ich ein Buch heraus und lese ein paar Seiten, manchmal überfliege ich nur den Klappentext. Immer wieder stelle ich fest, dass ich eine große Zahl der Bücher kenne, was aber kein Wunder ist – ich stehe in meiner Lieblingsabteilung, der Kinderbuchoase. Hier kenne ich die Klassiker und die Bücher meiner Lieblingsautoren und immer wieder freue ich mich darüber, etwas ganz Neues zu entdecken. Ich tarne meine Gier damit, mir einzureden, dass ich es meinen Enkeln vorlesen möchte.

Mache ich auch und selbst das ist Eigennutz. Solange sie es lieben, werde ich das schamlos ausnutzen, das könnt ihr mir glauben. Bücher begeistern mich eben und das ist ja kein Charakterfehler, nicht wahr?

Ich gehe nach Stunden dann zur Ausgabe und lasse einen Stapel Bücher einlesen, den ich mit nach Hause nehmen möchte. Wie gut, dass ich meinen Hackenporsche* bei mir habe, das passt allerhand rein, denn zum Tragen sind die Bücher viel zu schwer.

Als ich nach Hause komme, brauche ich erstmal einen Kaffee und dann ein Enkelkind, oder auch mehrere, damit wir mit dem Schmökern anfangen können. Als das Telefon schellt, wird dieses Enkelkinderproblem schnell behoben. Nummer Eins kündigt sich an, das gefällt mir sehr und bei der Gelegenheit fällt mir auch wieder ein, was ich eigentlich in der Bibliothek ausleihen wollte:

„Gedächtnistraining im Alter“ – habe schon viel Gutes über dieses Buch gelesen, vielleicht hilft es ja.

© Regina Meier zu Verl

*Einkaufswagen , auf Rädern, den man hinter sich herziehen kann.

Ein leeres Paket zum Muttertag*

Hier ein Tipp für ein wunderbares Geschenk zum Muttertag, das keinen Cent kostet und trotzdem gut ankommen wird bei den Müttern, wetten?

Ein leeres Paket zum Muttertag

„Hast du eine Idee, was wir Mama zum Muttertag schenken könnten?“, fragt Anne ihren Bruder Tim.
Der nimmt seine Kopfhörer aus dem Ohr und sagt: „Was?“
„Das heißt: wie bitte!“, verbessert ihn Anne und fragt dann nochmal.
„Keine Ahnung!“, ist die Antwort und sofort wandern die Kopfhörer wieder ins Ohr.
Anne verdreht die Augen und tippt ihrem Bruder auf die Schulter.
„Du könntest mal mit mir gemeinsam überlegen!“, bittet sie.
„Wie bitte?“, fragt Tim und grinst, nimmt aber die Kopfhörer wieder raus und wendet sich seiner Schwester zu.
„Ist gar nicht einfach!“, meint er und kratzt sich am Ohr. „Blumen?“
Anne schüttelt den Kopf. „Nein du weißt doch, dass Mama es nicht mag, dass am Muttertag alle Blumen schenken. Sie sagt immer, dass es dafür Gelegenheiten genug gibt und die zum Muttertag einfach überteuert sind.“
„Ist das denn wirklich so?“, fragt Tim und schielt auf sein Handy, das gerade eine Nachricht angekündigt hat. Gern würde er nachsehen, wer geschrieben hat, wartet aber ab. In Gedanken ist er bereits nicht mehr beim Muttertag, sondern bei der Handynachricht.
„Fürs Bildermalen sind wir wohl zu groß mittlerweile“, meint Anne. Tim nickt zustimmend.
„Stimmt, außerdem kann ich nicht malen, das wäre dann nur was für dich!“, sagt er und nimmt das Handy, um nun doch mal kurz drauf zu schauen. Er liest, grinst, tippt und schon hat er seine Schwester wieder vergessen.
„Du bist wirklich unmöglich!“, schimpft Anne. „Kannst du nicht mal ein paar Minuten ohne dein Handy sein?“
„Schlecht!“, gibt Tim zu.
Annes Augen blitzen mit einem Mal auf. „Ich habe eine Idee für den Muttertag!“, ruft sie. „Vertraust du mir?“, will sie von ihrem Bruder wissen.
„Mmh, eigentlich schon, aber jetzt lass mich erstmal in Ruhe!“
„Pass auf, du musst gar nichts machen, ich kümmere mich um das Geschenk, aber du musst versprechen, dass du nicht meckerst!“, sagt Anne.
„Versprochen!“, Tim steckt seine Kopfhörer wieder ins Ohr, für ihn ist die Diskussion damit beendet.

Am Muttertagmorgen decken die Geschwister liebevoll den Kaffeetisch.
„Und was ist nun mit dem Geschenk?“, fragt Tim.
„Warte, bis Mama da ist, dann wirst du es sehen!“ Anne macht ein so verschmitztes Gesicht, dass Tim doch neugierig geworden ist. Aber sie verrät nichts.
„Alles Gute zum Muttertag!“, sagt Anne feierlich und drückt ihrer Mama einen dicken Kuss auf die Wange. Tim schließt sich an. Mama freut sich über das Frühstück. „Ihr seid die Besten!“, sagt sie glücklich.
„Wir haben auch noch ein Geschenk für dich“, Anne holt ein buntes Päckchen aus dem Küchenschrank, wo sie es vorher versteckt hatte.
Mama packt das Geschenk erwartungsvoll aus, Tim schaut ihr neugierig über die Schulter. Das Paket ist leer, nur ein Brief ist drin. Mama öffnet den Brief und liest laut:
Liebe Mama, wir schenken dir zum Muttertag Zeit, Zeit ohne Unterbrechungen und blödes Handygepiepe, deshalb legen wir nun unsere Handys in diesen Karton und du darfst bestimmen, wann wir sie wieder herausholen dürfen. Deine Kinder Anne und Tim!
„Das ist eine großartige Idee!“ Mama freut sich. Anne legt ihr Handy in den Karton und auch Tim tut das, ohne zu murren. Er hat’s versprochen und was man versprochen hat … ihr wisst schon.
Papa, der in der Küchentür steht und die Sache beobachtet, legt sein Handy auch dazu, weil er die Idee richtig schön findet.
„Fehlt nur noch Mamas Handy!“, sagt er fröhlich. Natürlich wandert das auch in den Karton und ich bin davon überzeugt, dass die Vier einen wunderbaren Tag haben werden, ganz ohne Störungen.

© Regina Meier zu Verl

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Alles ist möglich (Reizwortgeschichte)

Die Reizwörter sind: Ameise, Ankunft, alt, angeln, angeben

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Martina und Lore

Alles ist möglich


Die alte Adelheid sitzt in einem Ruderboot und angelt. Dabei kommt es ihr gar nicht darauf an, etwas zu fangen, nein, sie genießt einfach die Ruhe und das Alleinsein.
„Ich habe es so gut“, sagt sie sich und seufzt. „Welche Kuh hat so ein großes Glück wie ich und darf in aller Seelenruhe in einem Boot sitzen und angeln?“
Etwas ungewöhnlich ist das schon, oder habt ihr schon einmal eine schwarzbunte Kuh beim Angeln gesehen? Kaum jemand, oder? Ich möchte nicht angeben, aber ich habe eben einen Blick für so etwas und hier kommt mir entgegen, dass eine Kuh relativ groß und kaum zu übersehen ist, nicht wahr? Würde es sich um eine Ameise handeln, wäre mir so eine Sensation sicher verborgen geblieben. Die könnte man mit bloßem Auge kaum entdecken.
Aber zurück zu Adelheid. Ich kann mich noch gut an ihre Ankunft auf unserem Bauernhof erinnern. Damals war es noch Brauch, dass, wenn eine Frau auf einen Hof „einheiratete“, die Nachbarn der Braut eine Kuh als Mitgift gaben. So war das auch bei Adelheid. Sie war eine Mitgift. Darauf war sie zunächst sehr stolz gewesen, denn man hatte sie gewaschen und herausgeschmückt mit einem wundervollen Blumenkränzchen.
Aber sie hatte keinen leichten Start, denn alle anderen Stallgenossinnen kannten sich schon länger und Adelheid als Neue, wurde beäugt und gehänselt. Warum? Sie war schwarzbunt und im Stall gab es ausschließlich braune Kühe. Da Kühe aber ein recht gutes Sozialverhalten haben, lebte sich Adelheid bald ein und schloss auch Freundschaften mit der ein- oder anderen Kuhdame. Eigentlich sind Kühe den ganzen Tag mit dem Fressen beschäftigt, aber es bleibt schon Zeit für ein wenig Geplauder und da erzählt man sich auch von seinen geheimsten Wünschen. Als Freundschaftsbeweis leckt man sich dann gegenseitig das Fell und stößt zufriedene Seufzer aus.
Liese, eine von Adelheids engsten Freundinnen, wünschte sich nichts sehnlicher, als einmal einen ganzen Eimer Erdbeereis verspeisen zu dürfen. Immer und immer wieder hatte sie Adelheid davon erzählt und als auf dem Hof einmal der Gefrierschrank ausgefallen war und eine Riesenportion Erdbeereis geschmolzen war, da war ihr Traum wahr geworden, denn die Bäuerin hatte den Kühen das cremige Dessert hingestellt mit den Worten: „Genießt es, ich kann es nicht mehr verkaufen!“
Da alle Lieses Herzenswunsch kannten, ließ man ihr den Vortritt. Schön, oder?
Lächelnd erinnert sich Adelheid an diesen Tag, während sie hier in ihrem Boot sitzt und angelt. Dieser Wunsch war so einzigartig wie sie selbst und lange hatte sie nicht daran geglaubt, dass er sich erfüllen könnte. Dann hatte ihre Freundin Klärchen ihr aber verraten, dass alles möglich ist, wenn man nur fest genug daran glaubt und ihr einen Satz gesagt, den Clärchen selbst zu ihrem Lebensmotto gemacht hatte. Er lautet: „Wenn’s Beine hat, dann geht’s!“
Ihr seht, man muss nur fest dran glauben, Adelheid hat Beine und sitzt nun im Boot und angelt, das ist der Beweis, oder nicht?

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Adelheid angelt (c) Regina Meier zu Verl

Weihnachten im Sommer

Weihnachten im Sommer

Das Problem bei Auftragsarbeiten ist, dass sie extrem zeitversetzte Themen haben. Ist ja klar, denn ein gewisser Vorlauf ist nötig. Also schreibe ich zurzeit an einem Adventskalender. Verrückt, oder?
Letzte Woche rief mich eine Dame vom Altenheim in der Nachbarstadt an. Sie bat mich um Hilfe. Ihre Idee war, den Bewohnern ihres Hauses in der Adventszeit jeden Tag eine Geschichte zu erzählen, also 24 Geschichten, die mit Weihnachten zu tun haben.
„Sie schreiben doch immer so schöne Geschichten“, lobte sie mich. „Unsere Bewohner lieben Ihre Erzählungen, weil sie von früher handeln.“
Das hörte ich natürlich gern. Selten bekommt man Rückmeldungen und der Applaus ist ja das Brot des Künstlers. Meine Gedanken rotierten bereits. Weihnachtsgeschichten hatte ich schon recht viele in meinem Repertoire, auch einige, die von alten Zeiten erzählten. Ich könnte also einfach ein paar davon zur Verfügung stellen, damit die nette Betreuerin sie vorlesen konnte.
„Das Besondere sollte sein, dass unsere lieben Hausbewohner mit einbezogen werden. Verstehen Sie, wie ich es meine?“, fragte sie.
Ich stutzte, hatte keine Ahnung, was sie vorhatte. Ich hustete erstmal und wartete, dass sie weiter sprach.
„Es wäre doch schön, wenn Sie zu uns kämen und mit unseren Gästen sprechen, sich ihre Erinnerungen an Weihnachten erzählen lassen und dann entsprechend die Geschichten dazu schreiben.“
‚Na toll’, dachte ich und fragte mich, ob die Dame eine Vorstellung davon hatte, was das für ein Zeitaufwand wäre für mich. Andererseits könnte es auch eine Chance sein. Oft hatten mich ältere Menschen inspiriert zu der ein oder anderen Geschichte. In meinem Kopf summte es verdächtig ‚Alle Jahre wieder’ und vor meinem inneren Auge zogen Engel mit lockigen Haaren vorbei, die mit Sternenstaub Spielzeuge verzauberten, die daraufhin zum Leben erwachten.
„Ich verstehe, dass Sie zögern“, sagte die nette Dame und unterbrach meine Gedanken. „Ich kann Ihnen auch kein Honorar anbieten, das Geld ist knapp. Aber ich verspreche Ihnen jede Menge Freude und leuchtende Augen!“
„Ich mach’s!“, sagte ich und grinste, weil ich mir das Gesicht meines Therapeuten vorstellte, der mir in vielen Sitzungen gesagt hatte, dass ich lernen müsste NEIN zu sagen. Womit er natürlich recht hatte, aber in diesem Fall … mal ehrlich, konnte ich hier wirklich nein sagen?
Wir verabredeten uns für die nächste Woche, um die Einzelheiten zu besprechen. Ich freute mich auf das erste Treffen.
Das Thermometer war an diesem Tag bereits auf 25 Grad geklettert, ich genehmigte mir ein dickes Eis, setzte mich an meinen Schreibtisch und öffnete eine neue Datei. ‚Von Menschen für Menschen’ nannte ich sie und schrieb meine ersten Gedanken auf. Als mein Mann von der Arbeit nach Hause kam, lief in meinem Zimmer eine Weihnachts-CD und ich mümmelte Weihnachtsplätzchen, die ich noch in einer Keksdose gefunden hatte.

© Regina Meier zu Verl