Biergarten (#juniverse)

Thema von gestern, beinahe hätte ich es verschwitzt – heute kommen also 2 Gedichte. Selbst in Schuld, Regina!

Biergarten

Wir könnten doch einfach hier warten!

Ich zeigte auf den Biergarten

Zustimmung von allen Seiten,

ach, wie sich meine Freunde freuten

auf ein frisch gezapftes Bier

und genauso ging es mir.

Der geplante Kinobesuch fiel aus,

leicht angeschickert gings nach Haus‘.

© Regina Meier zu Verl

Schwimmflügel (#juniverse)

Schwimmflügel

Ich hätte gerne Schwimmflügel,
dann schwömme ich durchs Meer
und wenn ich nicht mehr schwimmen könnt,
dann flög‘ ich drüber her.
Ach, das wäre ja so schön,
könnte es mir gelingen,
dann könnte ich dich wiedersehn
und würd vor Freude singen.

© Regina Meier zu Verl

Luftmatratze (#juniverse)

Luftmatratze

Du aufgeblasenes Objekt

hast mich die ganz Nacht geneckt,

habe das Löchlein nicht erwischt

aus dem es stetig leis gezischt.

Nach nicht einmal einer Stunde

ging es in die nächste Runde:

aufblasen hieß es, mit Lungenkraft,

danach war ich echt völlig geschafft.

Demnächst schlaf ich auf der Campingliege,

oder ob ich dafür zu viel wiege?

© Regina Meier zu Verl

Sandaletten (#juniverse)

Sandaletten

Füße, völlig hornhautfrei,
Nägel frisch lackieren,
ein Zehenring, oder auch zwei,
dann durch sie Stadt flanieren.
Sandaletten klackern hell
auf tiefgrauem Asphalt,
Riemchen drücken ziemlich schnell,
gerne macht man Halt
und unterm Tisch zieht man sie aus,
die Folterinstrumente,
gern wäre man jetzt schon zu Haus‘,
wenn man doch fliegen könnte.

© Regina Meier zu Verl

 

Kopfsprung (juniverse)

Kopfsprung

Die Knie beugen und dann mit Schwung
setze an zum federnden Sprung,
Arme und Kopf zeigen voraus,
oh Mann, das sieht so mutig aus.
Tauche ein ins kühle Nass,
glaub mir, das macht richtig Spaß.
Und ist es dir einmal gut gelungen,
wird nur noch mit dem Kopf voran gesprungen.

© Regina Meier zu Verl

 

Himmelblau (#juniverse)

Himmelblau

Wie ein himmelblauer Bläuling flatterst du,
von Blüte zu Blüte, findest keine Ruh.
Du lässt dich bewundern und verwöhnen
Schlürfst süßen Nektar von all den Schönen.
Gerade noch taumelnd vor Liebesglück,
kommst du am Abend zu mir zurück.
Die Augen voll Reue
und blass deine Bläue.
Und ich? Wie komme ich damit zurecht?
Schlecht!

© Regina Meier zu Verl

* Der himmelblaue Bläuling ist ein Schmetterling, nur das Männchen hat diese wunderbare himmelblaue Farbe.

 

Tango (#juniverse)

Tango

„Mädchen“, sagte Heinz zu mir.
„Mädchen, eines sag ich dir,
Tango tanze besser nicht,
schreib du lieber ein Gedicht!“
Schade, ich find Tango toll,
wenn`s nicht ist und nicht sein soll,
dann widme ich ihm dies Gedicht,
denn reimen kann Heinz sicher nicht.

© Regina Meier zu Verl

 

Sommerfrische (juniverse)

Sommerfrische

Im Sommer reisen wir aufs Land
oder ans Meer mit weißem Strand,
verlassen die Stadt, ihr stetes Treiben
und lassen die Arbeit einfach bleiben.
Wir ernähren uns von Salaten,
frischen Gurken und Tomaten,
wir schlemmen Eis, sehr gern mit Sahne
und schreiben dick Urlaub auf unsere Fahne.
Nach ein paar Wochen sind wir es leid,
wir fahren nach Haus – es hat uns gefreut.

© Regina Meier zu Verl

 

Hühnergott (#juniverse)

Hühnergott

Am Lederbande trägt Annette
einen Stein mit Loch als Kette.
Sie fand ihn einst am großen Meer,
darüber freute sie sich sehr.

Doch neulich, in der Straßenbahn,
sah eine Frau sie komisch an,
die starrte auf den Stein und lachte,
was Anette wütend machte.

„Was soll das?“, fragte sie unsicher
und erntete erneut Gekicher.
„Beten Sie in einer Not
zu Ihrem hübschen Hühnergott?“

Sie zeigte auf Annettes Kette,
eigentlich war sie `ne Nette.
„Früher hängte man solche Steine
im Hühnerhof an eine Leine,

er sollte das Federvieh bewachen,
deshalb musste ich so lachen.
Doch, wer weiß, vielleicht kann`s nützen,
auch Sie im Leben zu beschützen.“

Gibt`s `ne Moral für die Geschicht?
Nö, eigentlich nicht!

© Regina Meier zu Verl

 

 

Balkon (#juniverse)

Balkon

Ich hab auf dem Balkon
Gemüse der Saison.
Radieschen und Tomaten,
ich brauche keinen Garten.
Auch Kräuter habe ich gesät
ins kleine Kastenkräuterbeet.
Basilikum und Schnittlauch
Petersilienstängel auch.
Mein Balkon ist wirklich spitze,
die Markise schützt vor Hitze,
für meinen Liegestuhl ist Platz,
leider nicht für meinen Schatz,
der sitzt auf einem kleinen Hocker,
doch er bleibt dabei ganz locker.
Gut so!

© Regina Meier zu Verl