Typisch Mann?

Typisch Mann

Typisch Mann?

Ein Mann, der gern Kartoffeln aß,
nachdenklich vor dem Teller saß.
„Oh, Knolle, wie ich dich verehre,
tagtäglich mich nach dir verzehre.“

Das hörte seine Frau, die Anne
und sprach erstaunt zu ihrem Manne:
„Mir solltest du das auch mal sagen,
doch Liebe geht wohl durch den Magen.“

„Ach Schatz, ich weiß, ich bin ein Stoffel.
Ich lieb dich mehr, als die Kartoffel.
Das solltest du niemals vergessen
und jetzt lass mich in Ruhe essen!“

© Regina Meier zu Verl


Und am meisten liebt er … KARTOFFEL-Puffer ;), Foto © Elke Bräunling

 

Schulanfang – Gedicht

Schulanfang

Lebt wohl, ihr alle im Kindergarten,
ihr müsst nun nicht mehr auf mich warten.
Ich bin ein Schulkind, wirklich wahr,
der große Tag ist endlich da.

Ich lerne rechnen, schreiben, lesen,
bin kürzlich schonmal dagewesen
und fand es dort recht angenehm,
ob das so bleibt, werden wir sehn.

Mein toller Tornister ist eine Wucht,
Mama und ich haben lange gesucht,
er ist kunterbunt mit Glitzerkristallen,
sicher ist er der schönste von allen.

Am meisten freue ich mich auf die Pausen,
da werde ich über den Schulhof sausen
und hüpfen und singen, fröhlich lachen,
genauso werde ich das wohl machen!

Ich bin jetzt ein Schulkind, konnt’s kaum erwarten!
Lebt wohl dann, ihr alle im Kindergarten!

© Regina Meier zu Verl
Eine Geschichte zum Schulanfang findet ihr hier: Nadja kommt in die Schule KLICK

Bildquelle Counselling/pixabay

Lügengedicht *

Lügengedicht

Lügengedicht

Auf der Weide steht die Berta,
neben ihr die schöne Herta
und sie schmatzen
und sie kauen
von dem Gras, dem himmelblauen.

„Herta, Berta, kommt nach Hause,
denn dort melken wir die Brause,
die ist lecker
und gesund
und sie kribbelt schön im Mund.“

Doch die Kühe schütteln´s Haupt.
„Melken ist heut´ nicht erlaubt.
Heut´ ist Sonntag,
Ausruhzeit.
Wir wissen das, wir sind gescheit.“

Bauer Friedrich kommt mit Stricken,
lässt sich nicht nach Hause schicken.
Will sie packen,
muss erfahren,
dass die Kühe schneller waren.

Blitzeschnell und ohne Mühe,
wie es sich gehört für Kühe,
sind sie
über´n Zaun geflogen.
Das ist wirklich nicht gelogen.

Und ihr Schwanz wird zum Propeller,
dadurch wird der Flug noch schneller
und sie landen
elegant
unversehrt am Waldesrand.

Wieder schmatzen sie und kauen
von dem Gras, dem himmelblauen,
doch am Montag,
welch ein Glück,
zieht es sie nach Haus zurück.

© Regina Meier zu Verl

 

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Bildquelle Marys_fotos/pixabay

 

Das Kussmäulchen – #Juniverse

Das Kussmäulchen

Wunderschön sind seine Blüten, in der Farbe und der Form,
überhaupt ist es so anders, zieht die Blicke an enorm,

Sein Name prägt sofort sich ein, Kussmäulchen heißt es – schau nur hin,
denn wie könnte er anders sein, man sieht sofort des Namens Sinn.

Orange Lippen, zum Kusse gespitzt verleiten dazu, die Blüte zu küssen,
ob man das tut, oder auch nicht, das wird man selbst entscheiden müssen.

© Regina Meier zu Verl

 

Freundschaft

Mein Kaktus auf der Fensterbank
Schaut traurig aus, ist er wohl krank?
Fehlt ihm Gesellschaft oder Dünger,
na ja, er wird ja auch nicht jünger.
Zog bei mir ein vor vielen Jahren,
als wir noch jung und knackig waren.
Bei mir knackts nun in den Gelenken,
du Kaktus musst daran nicht denken.
Doch eines haben wir gemeinsam,
oft fühlen wir uns schrecklich einsam.
Irgendwann, ich muss es dir sagen,
wird unser letztes Stündlein schlagen
ich geh dann ein in die Geschicht‘
als die, die mit dem Kaktus spricht!

© Regina Meier zu Verl

Zeichnung Regina Meier zu Verl

Christoph ist eine Fortsetzung dazu eingefallen, danke Christoph
Ich, der Kaktus auf der Fensterbank,
zwar bin ich alt, jedoch nicht krank.
Was denkt Regina von mir bloß,
Die Sonne fehlt, die ich genoss.
Ein wenig Sonne, und viel Licht
mehr brauch‘ ich als der Kaktus nicht.

Die Tulpe und der Käfer *

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Bildquelle DrScythe/pixabay

Die Tulpe und der Käfer
(ein Gedicht zum Muttertag)

Es sitzt ein kleines Käferlein
in einer Tulpenblüte,
sie lädt ihn ein, ihr Gast zu sein
und spricht in ihrer Güte:

„Ruh dich aus, mein kleiner Freund,
ich schließe meine Blätter,
du bist beschützt vor jedem Feind
und auch vor jedem Wetter.“

Sanft schaukelt sie das Käferkind,
es fühlt sich wie im Himmel.
Es träumt vom lauen Frühlingswind
und Maiglöckchengebimmel.

Die Tulpe schläft und träumt dann auch,
sie lächelt sanft im Schlaf.
Sie hat ein Kind in ihrem Bauch,
das sie beschützen darf.

Nur zögernd öffnet sie am Morgen
die roten Blütenblätter,
sie möchte weiter für ihn sorgen,
zu zweit ist es viel netter.

Das Käferchen jedoch fliegt los,
es ruft noch „Danke schön!“
Die Tulpe teilt der Mütter Los,
wartet auf’s Wiedersehn.

© Regina Meier zu Verl

Frühlingsschwung *

Hab den Besen genommen
und den Winter weggefegt.
Frühling, du bist willkommen,
sind zum Jubeln aufgelegt.

Wollten nicht länger warten,
dein Grün fehlte uns so sehr
und die Blumen im Garten,
zeigen sich tagtäglich mehr.

Singen Lieder und dichten,
malen, basteln und schau’n
schreiben Frühlingsgeschichten
und die Haut färbt sich braun.

Groß und Klein, Alt und Jung
tanzen fröhlich umher.
Frühling bringt uns in Schwung,
das gefällt uns gar sehr.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle MichaelGaida/pixabay

Wann wird endlich Frühling sein?

Wann wird endlich Frühling sein?

Wenn die feinen grünen Spitzen
durch die Erdenkruste blitzen,
wenn von Vogelstimmenchören
wir die schönsten Lieder hören,

wenn der Dichter inspiriert
Frühlingsreime neu kreiert
und Tulpenzwiebeln kräftig treiben,
um nicht mehr unentdeckt zu bleiben,

wenn Verliebte Briefe schreiben
und Herzen mal ‘n an Fensterscheiben,
wenn dichte Wolkendecken brechen
und Sonnenstrahlen uns bestechen,
uns wärmen, nähren und erfreu‘n,
ja dann wird endlich Frühling sein.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle monika1606/pixabay

Der Birkenweg im Frühling


Der Birkenweg im Frühling

Elfenfrau und Feenkind
flüstern leis’ im Abendwind,
dass der Winter geht zur Neige
Frühling rauscht im Birkenzweige.

Bald schon werden an den Spitzen
grüne Blätter lustig blitzen
und der Stämme Silberschein
wird uns eine Freude sein.

Geh ich dann durch die Allee,
vergess ich jedes Ach und Weh,
atme ein der Birken Duft,
es liegt Frühling in der Luft.

Feenkind und Elfenfrau
kichern schon, ich hör’s genau,
amüsieren sich und raunen:
„Schau, die Menschin, die kann staunen!“

© Regina Meier zu Verl

Mutter Huhn passt auf

Mutter Huhn passt auf

„Schau, was liegt denn da im Gras?
Mutter Huhn, vermisst du was?“

„Nein, das ist wohl nicht mein Ei,
das ist mir fremd und einerlei.
Weiß wie Schnee sind meine Eier,
dieses ist gelb, mir ungeheuer.“

„Ich schau das Ei genauer an,
stimmt, es ist gelbe Farbe dran
und, glaub es oder glaub es nicht,
es hat ein breites Grinsgesicht.“

„Ich tippe auf den Osterhasen,
den sah ich gestern hier schon grasen,
doch alles hat ihm nichts genützt,
ich habe jedes Ei beschützt,
damit er mich ja nicht beklaut,
gegackert habe ich ganz laut.“

„Ach, albern ist doch dein Gegacker,
jagt keinen Hasen übern Acker.
Du drehst dich um und eins, zwei, drei,
stiehlt er es dir, dein weißes Ei.“

Man sieht das Huhn zum Stalle gehn,
es wird tagelang nicht mehr gesehn,
es sitzt auf seinen weißen Eiern,
während die andern Ostern feiern.

Verständlich, oder?

© Regina Meier zu Verl 2016

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Bildquelle ivabalk/pixabay