Die armen Maikäfer *

Die armen Maikäfer *

Die armen Maikäfer

In der Birke grünem Kleide
sitzt Herr Maikäfer mit Frau.
An was denken alle beide?
Nur ans Fressen, ganz genau.

Knabbern’s feine Birkengrün,
bis die junge Birke spricht:
Ihr solltet endlich weiterziehn,
ihr Käfer, denn ich will euch nicht.

Auch die Buche nebenan
Ist nicht grade sehr erfreut:
Schaut euch meine Blätter an,
lauter Löcher sind im Kleid.

Und so ziehen unsre beiden
Käferlein von Ort zu Ort,
kaum sind sie wo angekommen,
jagt man sie schon wieder fort.

© Regina Meier zu Verl

Die Tulpe und der Käfer

Die Tulpe und der Käfer

Die Tulpe und der Käfer
(ein Gedicht zum Muttertag)

Es sitzt ein kleines Käferlein
in einer Tulpenblüte,
sie lädt ihn ein, ihr Gast zu sein
und spricht in ihrer Güte:

„Ruh dich aus, mein kleiner Freund,
ich schließe meine Blätter,
du bist beschützt vor jedem Feind
und auch vor jedem Wetter.“

Sanft schaukelt sie das Käferkind,
es fühlt sich wie im Himmel.
Es träumt vom lauen Frühlingswind
und Maiglöckchengebimmel.

Die Tulpe schläft und träumt dann auch,
sie lächelt sanft im Schlaf.
Sie hat ein Kind in ihrem Bauch,
das sie beschützen darf.

Nur zögernd öffnet sie am Morgen
die roten Blütenblätter,
sie möchte weiter für ihn sorgen,
zu zweit ist es viel netter.

Das Käferchen jedoch fliegt los,
es ruft noch „Danke schön!“
Die Tulpe teilt der Mütter Los,
wartet auf’s Wiedersehn.

© Regina Meier zu Verl

 

Der Künstler – ein Ostergedicht

 

Osterhäsin wartet auf ihren Mann

Der Künstler

Ich bin ein Maler von Beruf,
welch schöne Werke ich so schuf,
in all den letzten Jahren,
das sollt ihr jetzt erfahren.

Ausschließlich Eier mal ich an,
weil ich das wirklich prima kann.
Kein Ei gleichet dem andern Ei,
das ist mein Anspruch, bin so frei.

Rote Punkte, blauer Grund,
hartgekocht und so gesund,
gelbes Ei mit grünen Streifen,
dunkelrotes dann mit Schleifen.

Kleine Eier, große Eier,
bunt für manche Osterfeier,
aber auch einfarbig schlicht,
manchmal mit ’nem Lachgesicht.

Bemalt mit wunderbaren Pflanzen,
mit Elfen, die im Frühling tanzen,
mit Hasen, Rehen oder Kätzchen,
auf jedem Ei ein andres Schätzchen.

Ich versteck sie dann im Garten,
weil die Kinder doch drauf warten.
Ich freu mich, wenn Augen strahlen
und werde immer weiter malen.

Euer Osterhase

© Regina Meier zu Verl 2015

Die klugen Narzissen

Die klugen Narzissen

Die klugen Narzissen

Es sind wohl die Narzissen,
die es genauer wissen,
ob nachts in unsrem Garten
die Osterhasen warten.
Worauf sie warten, willst du wissen?
Frage doch mal die Narzissen,
denn wenn die Hasen im Garten hocken,
dann werden Narzissen zu Osterglocken!
Haben die Hasen das vernommen,
ja, dann ist ihre Zeit gekommen.
Sie verstecken die Eier geschickt im Grase
so wie ihr Chef, der Osterhase.
Stimmt nicht, sagt du – woher willst du’s wissen,
frage erstmal die Narzissen!

© Regina Meier zu Verl

Die Taube

Die Taube

Die Taube

Im Frühlingsmorgensonnenschein
sitzt eine Taube ganz allein
auf Oma Hildes Fensterbank,
sie rührt sich kaum, denn sie ist krank.

Vor Kummer, denn der Täuberich
ließ offensichtlich sie im Stich.
Das bricht der Taube fast das Herz,
sie gibt sich hin dem Liebesschmerz.

„Täubchen“, hört sie dann ein Flüstern
und vernimmt ein leises Knistern.
„Täubchen, hier, das schmeckt so gut
und verleiht dir neuen Mut!“

Kuchenkrümel, oh, die schmecken,
man könnt’ sich den Schnabel lecken.
Liebespein rückt in die Ferne,
Täubchen mag den Kuchen gerne.

„Täuberich, bleib wo du bist,
ich habe dich nur kurz vermisst.
Mir geht’s gut, ich habe den Kuchen,
werde dich jetzt nicht mehr suchen.“

Ein paar Tage später …

Im Frühlingsmorgensonnenschein
sitzt eine Taube ganz allein
auf Oma Hildes Fensterbank,
sie ist jetzt dick und nicht mehr schlank.

© Regina Meier zu Verl

 

Frühling im Dreivierteltakt

Frühling im Dreivierteltakt

Frühling im Dreivierteltakt

Wiegen sich Schneeglöckchen
in weißen Tanzröckchen,
auf grünen Stängelein
im Frühlingssonnenschein.

Frühling, da bist du ja,
bist endlich wieder da.

Dann werden nach und nach
auch ihre Schwestern wach,
Krokus und Tausendschön,
was für ein Wiedersehn!

Frühling, da bist du ja,
bist endlich wieder da.

Und auch die Tulpe streckt,
fröhlich und aufgeweckt,
ihr Köpfchen in die Luft,
genießt den Frühlingsduft.

Frühling, da bist du ja,
bist endlich wieder da.

Freudig lauscht man und hört
der Vöglein Frühkonzert,
frisch im Dreivierteltakt,
dann hat’s uns auch gepackt.

Frühling, da bist du ja,
bist endlich wieder da.

Drehn uns vergnügt im Kreis,
singen mal laut, mal leis,
ein Lied wie dieses hier.
Frühling, das schenk ich dir.

Frühling, da bist du ja,
bist endlich wieder da.

© Regina Meier zu Verl

Die Tulpe und der Käfer *

Die Tulpe und der Käfer *

 

Die Tulpe und der Käfer
(ein Gedicht zum Muttertag)

Es sitzt ein kleines Käferlein
in einer Tulpenblüte,
sie lädt ihn ein, ihr Gast zu sein
und spricht in ihrer Güte:

„Ruh dich aus, mein kleiner Freund,
ich schließe meine Blätter,
du bist beschützt vor jedem Feind
und auch vor jedem Wetter.“

Sanft schaukelt sie das Käferkind,
es fühlt sich wie im Himmel.
Es träumt vom lauen Frühlingswind
und Maiglöckchengebimmel.

Die Tulpe schläft und träumt dann auch,
sie lächelt sanft im Schlaf.
Sie hat ein Kind in ihrem Bauch,
das sie beschützen darf.

Nur zögernd öffnet sie am Morgen
die roten Blütenblätter,
sie möchte weiter für ihn sorgen,
zu zweit ist es viel netter.

Das Käferchen jedoch fliegt los,
es ruft noch „Danke schön!“
Die Tulpe teilt der Mütter Los,
wartet auf’s Wiedersehn.

© Regina Meier zu Verl

Frühlingsschwung *

Frühlingsschwung *

Hab den Besen genommen
und den Winter weggefegt.
Frühling, du bist willkommen,
sind zum Jubeln aufgelegt.

Wollten nicht länger warten,
dein Grün fehlte uns so sehr
und die Blumen im Garten,
zeigen sich tagtäglich mehr.

Singen Lieder und dichten,
malen, basteln und schau’n
schreiben Frühlingsgeschichten
und die Haut färbt sich braun.

Groß und Klein, Alt und Jung
tanzen fröhlich umher.
Frühling bringt uns in Schwung,
das gefällt uns gar sehr.

© Regina Meier zu Verl

Der Frühling kommt bald

Der Frühling kommt bald

Der Frühling kommt bald

Die Schnecke sitzt im Schneckenhaus,
sie übt schon Frühlingslieder.
Sehnt sich nach weißem Flieder,
doch traut sie sich noch nicht heraus.

„Das mit dem Flieder dauert noch,
was kommt im Jahr als erstes an,
die Krokusse, der Tulipan?
Ach nein, ich hör ihr Läuten doch.

Schneeglöckchen sind’s, die leise klingen,
sie blinzeln zaghaft durch den Schnee,
ich freu mich so, wenn ich sie seh,
für sie will ich jetzt Lieder singen.

Galanthus nivalis, du zartes Pflänzchen,
Milchblütenglöckchen läuten ganz fein,
ich stimme zaghaft, ganz leise mit ein
vielleicht wage ich auch ein Tänzchen.“

© Regina Meier zu Verl

Tschüss, Winter!

Tschüss, Winter!

Tschüss, Winter!

Durch den Garten hoppeln Hasen
über wintermüden Rasen.
Doch schon bald wird’s wieder grün,
erste Krokusse erblühn.

Schneeglöckchens feine Stimme singt
vom Frühling, der uns Wärme bringt
und Sonnenstrahlen und die Liebe,
am Kirschbaum zeigen sich schon Triebe.

In der Nase kitzeln Pollen,
die Natur geht in die vollen.
Vögel singen laut und leise,
jeder seine eigne Weise.

Fenster werden blank geputzt,
jeder Sonnenstrahl genutzt.
Man freut sich auf gebräunte Haut,
Würstchen vom Grill mit frischem Kraut.

Winter, deine Zeit ist vorbei,
drum sag ich dir vergnügt: Bye, bye.
Du kommst ja früh genug zurück,
so lang genieß ich Sonnenglück.

© Regina Meier zu Verl