Die Tulpe und der Käfer *

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Bildquelle DrScythe/pixabay

Die Tulpe und der Käfer
(ein Gedicht zum Muttertag)

Es sitzt ein kleines Käferlein
in einer Tulpenblüte,
sie lädt ihn ein, ihr Gast zu sein
und spricht in ihrer Güte:

„Ruh dich aus, mein kleiner Freund,
ich schließe meine Blätter,
du bist beschützt vor jedem Feind
und auch vor jedem Wetter.“

Sanft schaukelt sie das Käferkind,
es fühlt sich wie im Himmel.
Es träumt vom lauen Frühlingswind
und Maiglöckchengebimmel.

Die Tulpe schläft und träumt dann auch,
sie lächelt sanft im Schlaf.
Sie hat ein Kind in ihrem Bauch,
das sie beschützen darf.

Nur zögernd öffnet sie am Morgen
die roten Blütenblätter,
sie möchte weiter für ihn sorgen,
zu zweit ist es viel netter.

Das Käferchen jedoch fliegt los,
es ruft noch „Danke schön!“
Die Tulpe teilt der Mütter Los,
wartet auf’s Wiedersehn.

© Regina Meier zu Verl

Frühlingsschwung *

Hab den Besen genommen
und den Winter weggefegt.
Frühling, du bist willkommen,
sind zum Jubeln aufgelegt.

Wollten nicht länger warten,
dein Grün fehlte uns so sehr
und die Blumen im Garten,
zeigen sich tagtäglich mehr.

Singen Lieder und dichten,
malen, basteln und schau’n
schreiben Frühlingsgeschichten
und die Haut färbt sich braun.

Groß und Klein, Alt und Jung
tanzen fröhlich umher.
Frühling bringt uns in Schwung,
das gefällt uns gar sehr.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle MichaelGaida/pixabay

Wann wird endlich Frühling sein?

Wann wird endlich Frühling sein?

Wenn die feinen grünen Spitzen
durch die Erdenkruste blitzen,
wenn von Vogelstimmenchören
wir die schönsten Lieder hören,

wenn der Dichter inspiriert
Frühlingsreime neu kreiert
und Tulpenzwiebeln kräftig treiben,
um nicht mehr unentdeckt zu bleiben,

wenn Verliebte Briefe schreiben
und Herzen mal ‘n an Fensterscheiben,
wenn dichte Wolkendecken brechen
und Sonnenstrahlen uns bestechen,
uns wärmen, nähren und erfreu‘n,
ja dann wird endlich Frühling sein.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle monika1606/pixabay

Der Birkenweg im Frühling


Der Birkenweg im Frühling

Elfenfrau und Feenkind
flüstern leis’ im Abendwind,
dass der Winter geht zur Neige
Frühling rauscht im Birkenzweige.

Bald schon werden an den Spitzen
grüne Blätter lustig blitzen
und der Stämme Silberschein
wird uns eine Freude sein.

Geh ich dann durch die Allee,
vergess ich jedes Ach und Weh,
atme ein der Birken Duft,
es liegt Frühling in der Luft.

Feenkind und Elfenfrau
kichern schon, ich hör’s genau,
amüsieren sich und raunen:
„Schau, die Menschin, die kann staunen!“

© Regina Meier zu Verl

Mutter Huhn passt auf

Mutter Huhn passt auf

„Schau, was liegt denn da im Gras?
Mutter Huhn, vermisst du was?“

„Nein, das ist wohl nicht mein Ei,
das ist mir fremd und einerlei.
Weiß wie Schnee sind meine Eier,
dieses ist gelb, mir ungeheuer.“

„Ich schau das Ei genauer an,
stimmt, es ist gelbe Farbe dran
und, glaub es oder glaub es nicht,
es hat ein breites Grinsgesicht.“

„Ich tippe auf den Osterhasen,
den sah ich gestern hier schon grasen,
doch alles hat ihm nichts genützt,
ich habe jedes Ei beschützt,
damit er mich ja nicht beklaut,
gegackert habe ich ganz laut.“

„Ach, albern ist doch dein Gegacker,
jagt keinen Hasen übern Acker.
Du drehst dich um und eins, zwei, drei,
stiehlt er es dir, dein weißes Ei.“

Man sieht das Huhn zum Stalle gehn,
es wird tagelang nicht mehr gesehn,
es sitzt auf seinen weißen Eiern,
während die andern Ostern feiern.

Verständlich, oder?

© Regina Meier zu Verl 2016

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Bildquelle ivabalk/pixabay

Elfe im Regen

Elfenregenschirm

Hockt die kleine Sumsinella unterm Regenschirm im Garten,

wo noch viele kleine Elfen auf des Sommers Rückkehr warten.

Grillen stimmen ihre Geigen, warten auf den Einsatz schon

für den bunten Sommerreigen. Wann erklingt der erste Ton?

Und so warten wir wohl alle, Mensch und Tier und Elfenkind,

weil wir, wenn die Sonne scheint, ganz besonders glücklich sind.

©  Regina Meier zu Verl

Kunigunde und Kunibert, ein Vogelpaar

Kunigunde und Kunibert

Schau, wie schön der Himmel ist
flötet fröhlich Kunigunde,
ach, wie hab ich das vermisst,
komm, wir fliegen eine Runde!

Doch ihr Gatte Kunibert
macht nicht einmal die Augen auf,
denkt: Wenn sie sich auch beschwert,
ich bleibe hier und pfeif was drauf.

Kunigunde ist entsetzt,
so ein Faulpelz ist ihr Mann,
auch ist sie traurig und verletzt,
der Himmel ändert nichts daran.

Doch mit jedem Flügelschlag
gewinnt sie Fröhlichkeit zurück,
sie weiß ja, dass er sie sehr mag
und er ist auch ihr ganzes Glück.

Man kann mal Zeit allein verbringen,
dann freut man sich auf Zweisamkeit
und wird gemeinsam wieder singen:
Es lebe die Gemütlichkeit!

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle sandid/pixabay

Die armen Maikäfer *

Die armen Maikäfer

In der Birke grünem Kleide
sitzt Herr Maikäfer mit Frau.
An was denken alle beide?
Nur ans Fressen, ganz genau.

Knabbern’s feine Birkengrün,
bis die junge Birke spricht:
Ihr solltet endlich weiterziehn,
ihr Käfer, denn ich will euch nicht.

Auch die Buche nebenan
Ist nicht grade sehr erfreut:
Schaut euch meine Blätter an,
lauter Löcher sind im Kleid.

Und so ziehen unsre beiden
Käferlein von Ort zu Ort,
kaum sind sie wo angekommen,
jagt man sie schon wieder fort.

© Regina Meier zu Verl

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Bildquelle Kapa65/pixabay

Die Tulpe und der Käfer

Die Tulpe und der Käfer
(ein Gedicht zum Muttertag)

Es sitzt ein kleines Käferlein
in einer Tulpenblüte,
sie lädt ihn ein, ihr Gast zu sein
und spricht in ihrer Güte:

„Ruh dich aus, mein kleiner Freund,
ich schließe meine Blätter,
du bist beschützt vor jedem Feind
und auch vor jedem Wetter.“

Sanft schaukelt sie das Käferkind,
es fühlt sich wie im Himmel.
Es träumt vom lauen Frühlingswind
und Maiglöckchengebimmel.

Die Tulpe schläft und träumt dann auch,
sie lächelt sanft im Schlaf.
Sie hat ein Kind in ihrem Bauch,
das sie beschützen darf.

Nur zögernd öffnet sie am Morgen
die roten Blütenblätter,
sie möchte weiter für ihn sorgen,
zu zweit ist es viel netter.

Das Käferchen jedoch fliegt los,
es ruft noch „Danke schön!“
Die Tulpe teilt der Mütter Los,
wartet auf’s Wiedersehn.

© Regina Meier zu Verl

 

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Bildquelle DrScythe/pixabay

Der Künstler – ein Ostergedicht

 

Osterhäsin wartet auf ihren Mann

Der Künstler

Ich bin ein Maler von Beruf,
welch schöne Werke ich so schuf,
in all den letzten Jahren,
das sollt ihr jetzt erfahren.

Ausschließlich Eier mal ich an,
weil ich das wirklich prima kann.
Kein Ei gleichet dem andern Ei,
das ist mein Anspruch, bin so frei.

Rote Punkte, blauer Grund,
hartgekocht und so gesund,
gelbes Ei mit grünen Streifen,
dunkelrotes dann mit Schleifen.

Kleine Eier, große Eier,
bunt für manche Osterfeier,
aber auch einfarbig schlicht,
manchmal mit ’nem Lachgesicht.

Bemalt mit wunderbaren Pflanzen,
mit Elfen, die im Frühling tanzen,
mit Hasen, Rehen oder Kätzchen,
auf jedem Ei ein andres Schätzchen.

Ich versteck sie dann im Garten,
weil die Kinder doch drauf warten.
Ich freu mich, wenn Augen strahlen
und werde immer weiter malen.

Euer Osterhase

© Regina Meier zu Verl 2015