Was wächst denn da?

Als ich diese Geschichte geschrieben habe, hatte ich meinen Sohn vor Augen, der als kleiner Junge genau diese Mundbewegung gemacht hat und ständig einen Sandbart hatte, so wie der Steffen …

Was wächst denn da?

Steffen kann schon ganz allein Traktor fahren. Sein Vater ist darüber sehr froh, denn auf dem Bauernhof fällt gerade im Sommer sehr viel Arbeit an. Da wird jede helfende Hand gebraucht.
Während Steffen mit dem Traktor und Pflug dahinter das riesige Feld pflügt, kann der Vater sich schon mal um die Saat kümmern.
„Steffen, ich fahre mal schnell zur bäuerlichen Genossenschaft und hole das Saatgut. Kommst du allein zurecht?“
„Klar, Papa, ich bin doch schon groß“, antwortet Steffen und macht ein wichtiges Gesicht. Einen Bart hat er auch schon, der ist aber nicht echt, sondern vom Sand, der beim Pflügen durch die Luft wirbelt. Steffen hat die Angewohnheit, dass er sich mit der Zungenspitze um die Lippen leckt, wenn er sich konzentrieren muss und das muss man beim Trecker fahren. Der schwarze Sand haftet besonders gut auf der feuchten Oberlippe und es sieht aus, als habe er schon einen richtigen Männerbart.
Papa grinst und schon ist er weg.
Nach ein paar Minuten kommt Onkel Josef mit seinem Fahrrad angefahren. Er stellt sich an den Ackerrand und schaut dem Steffen bei der Arbeit zu.
Steffen beschließt, mal eine kurze Trinkpause einzulegen und stoppt den Traktor auf Onkel Josefs Höhe.
„Hallo Steffen, du bist ja ein fleißiger Bauer“, ruft der ihm zu.
Steffen steigt vom Traktor ab, steckt die Hände in die Hosentaschen, wie die großen Männer das auch tun und geht auf den Onkel zu.
„Ja, ja“, sagt er. „Der Papa ist ganz schön froh, dass er mich hat.“
Der Stolz blitzt ihm aus den Augen und Onkel Josef klopft ihm anerkennend auf die Schulter.
„Ja, das kann ich verstehen. Du bist ja auch schon eine große Hilfe, das ist gar nicht so selbstverständlich. Was sät ihr denn in diesem Jahr hier aus?“
Der Steffen kratzt sich kurz am Kopf und denkt nach.
„Ich weiß nicht genau, aber ich glaube Stroh.“

© Regina Meier zu Verl


Das Feld mit der geheimnisvollen Aussaat, Foto © Regina Meier zu Verl

Heimat, wo ist das?

Heimat, wo ist das?

„In diesem Jahr fahren wir in den Sommerferien einmal woanders hin!“, verkündete Mama beim Sonntagsfrühstück. Der Sonntag war der einzige Tag, an dem sie die gesamte Familie beisammenhatte und wichtige Dinge konnten besprochen werden.
„Ich fahre nicht mit! Und wo ist denn dieses Woanders“, rief David sofort.
Und die kleine Jana, die immer erst alles ganz genau so machen möchte wie ihr Bruder, stimmte gleich mit ein:
„Ich auch nicht! Ich bleibe bei David.“
„Na prima!“‘ Papa seufzte und zwinkerte Mama zu. „Sieht so aus, als müssten wir allein verreisen.“
„Ach schade, aber wenn es so ist, dann können wir wohl nichts daran ändern. Dabei gibt es dort so viele Sachen für große und kleine Kinder. Wir werden euch sicherlich vermissen. Bestimmt ist es nicht schön, wenn wir dann den fremden Kindern beim Spielen zuschauen müssen“, meinte Mama traurig.
„Hier ist es schöner“, meinte David und er tat ganz cool. Seine Stimme aber klang nicht mehr so fest. „Und praktisch ist es auch.“
„Praktisch!“, echote Jana.
„Praktisch?“, fragte Papa.
„Ja, praktisch. Wir müssen keine Koffer packen, nicht das Zimmer aufräumen, bevor wir losfahren, fällt alles weg. Das ist praktisch!“, erklärte David.
„Aufräumen ist blöd!“, meinte Jana.
„Okay, okay!“, sagte Mama und zwinkerte Papa zu. „Dann bleiben wir alle zuhause, machen Ausflüge und erkunden unsere nähere Heimat.“
Papa zwinkerte auch und meinte: „Gute Idee. Die kennen wir nicht so gut und …“
„Was ist Heimat?“, unterbrach Jana ihn.
„Heimat ist da, wo dein Bett steht!“, rief David vorlaut aus. Die Eltern lachten. „Woher weißt du das denn und glaubst du, dass es richtig ist?“
David überlegte einen Moment. „Ich glaube, das habe ich in meinem neuen Buch gelesen, wartet, ich hole es!“
„Das verstehe ich nicht!“, hielt ihn Jana auf. „Ein Bett kann überall stehen und wenn man umzieht, kann man es auch überall hin mitnehmen. Ist Heimat also überall?“
Papa lachte. „Eine gute Idee ist das. Gefällt mir. Jana hat recht, Heimat ist überall … wo man sich wohlfühlt.“
„Nein, ist es nicht.“ Mama schaltete sich nun auch ein.
„Heimat ist da, wo man geboren ist und wo die Menschen leben, die einen lieben und die man selbst liebt!“
„Also hier!“ Jana klatschte vor Freude in die Hände. „Ich habe euch alle lieb und Oma und Opa, aber auch Tanja, Nora, Marie und Benedikt, und, ja, Frau Schmittke auch und …“
„Und Tante Anneliese!“, rief David und lachte. Vor der und ihrer scharfen Zunge nämlich hatten alle großen Respekt. „Und die alle müssen wir mitnehmen, wenn wir verreisen wollen. Oh weia!“
„Ich habe doch gesagt, wir erkunden unsere nähere Heimat – kein Mensch hat davon gesprochen, dass wir die alle mitnehmen müssen, das wäre doch der reine Stress, oder?“, sagte Mama besorgt. Sicher sah sie gerade eine Menschenkolonne durch Heimathausen ziehen und Tante Anneliese an der Spitze.
Papa und David mussten lachen, weil Mama so besorgt dreinblickte und weil das doch eine ziemlich komische Idee war mit Mamas Heimathausen.
Nur Jana musste wieder grübeln. „Aber die sind doch noch da, wenn wir heimkommen. Unser Haus auch, der Garten, die Bäume, der Wald und unser Dorf, denn auch die sind Heimat. Die sind alle immer da und das ist gut so“, meinte sie. „Ich glaube, das ist Heimat, oder?“

© Regina Meier zu Verl

Lügengedicht *

Lügengedicht

Lügengedicht

Auf der Weide steht die Berta,
neben ihr die schöne Herta
und sie schmatzen
und sie kauen
von dem Gras, dem himmelblauen.

„Herta, Berta, kommt nach Hause,
denn dort melken wir die Brause,
die ist lecker
und gesund
und sie kribbelt schön im Mund.“

Doch die Kühe schütteln´s Haupt.
„Melken ist heut´ nicht erlaubt.
Heut´ ist Sonntag,
Ausruhzeit.
Wir wissen das, wir sind gescheit.“

Bauer Friedrich kommt mit Stricken,
lässt sich nicht nach Hause schicken.
Will sie packen,
muss erfahren,
dass die Kühe schneller waren.

Blitzeschnell und ohne Mühe,
wie es sich gehört für Kühe,
sind sie
über´n Zaun geflogen.
Das ist wirklich nicht gelogen.

Und ihr Schwanz wird zum Propeller,
dadurch wird der Flug noch schneller
und sie landen
elegant
unversehrt am Waldesrand.

Wieder schmatzen sie und kauen
von dem Gras, dem himmelblauen,
doch am Montag,
welch ein Glück,
zieht es sie nach Haus zurück.

© Regina Meier zu Verl

 

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Bildquelle Marys_fotos/pixabay

 

Unbedingt den ganzen Text lesen …

Ich möchte das auch gern hier teilen, weil es jeden von uns Bloggern treffen könnte …

Annuschkas Northern Star

Ich gebe das sehr gern hier weiter. Denn im vergangenen Jahr hatte ich auch Probleme, allerdings ein wenig anders gelagert.
Da ging es um einen Blogger, der auf seiner Seite puren Hass durch die Gegend kübelt und bei mir munter kommentierte.

Braucht kein Mensch!

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Grinsende Schnecken

Grinsende Schnecken

Ein wenig mehr Regen könnten wir gebrauchen, aber wir wollen nicht unzufrieden sein, denn gerade vorhin hat ein Schauer den Staub von den Blättern gespült und der Garten sieht wie frisch geputzt aus.
Ich ziehe meine Gummistiefel an und freue mich darauf, eine wenig in meiner Kräuterspirale zu schnuppern und zu zupfen, falls nötig. Ich freue mich immer, wenn ich über den Rasen zu ihr hinüber gehe und dort verweilen darf. Ein bisschen bin ich auch stolz auf sie, denn die Kräuter gedeihen prächtig.
Jetzt aber erschrecke ich. Ein bisschen verwüstet sehen sie aus und zwei fette rote Nacktschnecken aalen sich auf Petersilie und Rauke.
»Das ist ja wohl eine Unverschämtheit!«, rufe ich laut aus. Die beiden Schnecken stört das gar nicht, sie mümmeln ruhig weiter an den Kräutern. Fast sehen sie ein wenig so aus, als grinsen sie mich frech an.
Oh nein, zum Lachen ist mir gar nicht zumute.
»Verschwindet!«, herrsche ich die beiden kleinen Monster an. »Ihr habt hier nichts zu suchen. Das ist mein Kräuterbeet und meine Petersilie und mein Rucola. Ab mit euch auf die Wiese – oder noch besser rüber zum Nachbarn!«
»Aber, aber, meine Liebe! Das ist nicht die feine Art!«
Die Stimme vom Nachbarn Fritz ertönt laut, nicht unfreundlich, aber auf der Stelle habe ich ein schlechtes Gewissen. Wie viel mochte er gehört haben, auch das mit dem Nachbarn? Wahrscheinlich! Ich laufe puterrot an und schäme mich. Ob ich mich entschuldigen soll? Aber was soll ich sagen? Und grinsen die beide Schnecken nun nicht noch unverschämter? Überhaupt: Noch nie habe ich eine grinsende Schnecke gesehen und zwei schon gar nicht.
»Ei-ein Missverständnis«, grummle ich Richtung Gartenzaun.
»Ach so!«, sagt Fritz und wendet sich wieder seinen Rosen zu. Er ist kein Mann der großen Worte. Eigentlich bin ich erleichtert, aber dann möchte ich doch gern wissen, was er gehört hat.
»Gibt es bei dir auch Schnecken, Fritz?«, frage ich und hebe eine von den meinen mit spitzen Fingern an, um sie Fritz zu zeigen, dabei gehe ich ein paar Schritte auf ihn zu.
Er guckt erst verdutzt auf die Schnecke, dann auf mich, grinst und sagt:
»Die grinst ja! Siehst du das auch?«
Hat er es also auch gesehen! Und ich habe schon befürchtet, ich sei ein wenig neben der Spur heute. Naja, plemplem eben.
»Klar, das sehe ich auch. Da ist noch eine, die grinst genauso unverschämt. Warte, ich hole sie!«, sage ich und drehe mich schon um, als Fritz sagt: »Und dann setzt du sie in meinem Garten aus, oder?«, er lacht laut. ‚Also doch‘, denke ich und spüre, wie mir die Röte abermals ins Gesicht schießt.
»Das würde ich doch nie tun!«, sage ich schnell und bemühe mich, seinem Blick standzuhalten. »Kein Mensch mit Anstand würde seinen Nachbarn so misslich behandeln und …«
Ich stutze und starre auf Fritzens Gesicht. Es ist rot geworden. Puterrot.
Mich kitzelts in der Kehle, ich kann gar nicht mehr denken, konzentriere mich auf das Kitzeln und dann lache ich los, laut und befreit. So lange lache ich, bis mir die Tränen übers Gesicht laufen. Und Fritz? Der lacht erleichtert mit und die beiden Schnecken? Sind verschwunden, komisch!

© Regina Meier zu Verl

Lebensdrabble 24 – Philodendron und Fransen

Ich hatte ehrlich gedacht, ich mache meiner Mutter eine Freude, wenn ich die hässlichen Luftwurzeln der großen Philodendron Pflanze abknibbele. Ich fand jedenfalls, dass sie so viel schöner aussah. Mama fand das nicht, sie liebte ihr Philodendron. Auch der Pflanze gefiel es nicht, sie reagierte nach ein paar Tagen mit gelben Blättern, die Pflanze. Mama war direkt beleidigt, auch, weil das nicht die einzige wohlgemeinte Hilfe war an diesem Tag. Elke und ich hatten feinsäuberlich die Teppichfransen im Wohnzimmer teils geflochten, teils verknotet. Mann, war das eine Arbeit gewesen und dann dieser Undank! Ich mag heute weder Teppichfransen noch Philodendren.

100 Wörter

Reizwortgeschichte – Die Flucht vor den Speckbohnen

Die folgenden Wörter galt es dieses Mal in der Geschichte unterzubringen: Esel, Eis, empört, eilig, erfrischend.

Bitte schaut auch, was meinen Kolleginnen dazu eingefallen ist: MARTINA und LORE

Die Flucht vor den Speckbohnen

Meine Mutter konnte gut kochen, ganz ehrlich. Aber ein Gericht mochte ich gar nicht gern und jedes Mal gab es Streit, wenn sie es zubereitet hatte. Grüne Bohnen mit Speck.
„Schön aufessen!“, sagte sie immer, „Bohnen sind gesund! Du stehst mir nicht vom Tisch auf, ehe du alles aufgegessen hast.“
Wie sollte ich das essen? Mir war schon schlecht, wenn ich es nur sah oder roch.
Aber sie kannte kein Pardon, es war wirklich schrecklich. Ich hatte auch keine Idee, was ich da unternehmen konnte und bat meine Oma um Hilfe.
„Ach Kind, so schlimm schmeckt das doch gar nicht!“, sagte sie, versprach mir aber, sich etwas einfallen zu lassen.
Ich seufzte. Oma hatte sich schon öfter etwas einfallen lassen, doch Mama war uns immer auf die Schliche gekommen und am Ende saßen wir beide am Tisch und mühten uns ab, dieses Ekelzeugs zu essen. Ehrlich, da musste uns nun etwas ganz besonders Schlaues einfallen, um dem beim nächsten Mal zu entgehen. Nur was?
Als Mama am folgenden Tag ankündigte, dass sie Bohnen pflücken wollte, weil es mittags Bohnen und Speck geben sollte, sagte Oma:
„Liebe Mechthild, koch aber nicht so viel davon, denn Mia und ich haben morgen schon etwas vor und sind über Mittag außer Haus. Und wir haben es jetzt schon sehr eilig!“ Oma stand auf und zwinkerte mir zu.
Erstaunt schaute ich sie an und nicht nur ich, sondern auch meine Mutter hatte Fragezeichen in den Augen.
„Wo wollt ihr denn hin und werde ich eigentlich gar nicht mehr gefragt?“, sagte sie empört.
„Nö“, sagte Oma und grinste.
„Nö“, sagte auch ich und tat ganz unschuldig, so als hätte ich mit all dem gar nichts zu tun. Und das war ein Fehler. Ich Esel hätte es wissen müssen, Mama roch den Braten sofort.
„Nun gut“, sagte sie. „Das ist mir ganz recht, denn dann muss ich nicht zu Mittag gar nicht kochen und kann mir einen netten Nachmittag machen. Papa hat nämlich auch einen Termin und kommt nicht zum Mittagessen.“
Sollte Papa etwa auch allergisch gegen Speckbohnen sein?
Nun war guter Rat teuer, denn, und das konnten wir uns sicher ausrechnen, es würde halt einen Tag später die verhassten Bohnen geben. Oma räusperte sich, dann sagte sie mit fester Stimme:
„Meine Liebe, du hast es sicher längst bemerkt, wir reißen vor deinen Speckbohnen aus, die mögen wir nämlich beide nicht!“
Oh ha, die traute sich was, die Oma!
Mama seufzte und sah mich mit einem ihrer besonders genervten und viel mehr noch traurigen Mama-Blicke an.
„Stimmt das?“, fragte sie. „Bin ich denn so eine schlechte Mutter, die ihr Kind mit Speckbohnen quält?“ Das klang, als wollte sie jeden Moment anfangen zu heulen.
Oma schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. Ich erschrak, Mama auch!
„Schluss jetzt!“, sagte sie. „Wir werden uns doch wegen dieser dusseligen Bohnen nicht streiten! Ich schlage vor, dass du es akzeptierst, dass wir beide die nicht mögen und ab sofort dürfen wir das auch sagen. Du, meine Liebe, nimmst dir ja auch das Recht raus, zu sagen, was du denkst. Verflixt und zugenäht!“, schimpfte Oma. So hatte ich sie noch nie gesehen und von da an herrschte wieder Friede bei uns. Wir mussten nicht ausreißen, wenn Mama ihre geliebten Bohnen kochte, denn dann bekamen Oma und ich Milchreis – lecker. Wenn wir Glück hatten, durften wir danach ein erfrischendes Eis zum Dessert genießen. Und Papa? Der aß tapfer die Bohnen, aber so richtig glücklich sah er dabei nicht aus.

© Regina Meier zu Verl

Engelstrompete – #juniverse

Straßenmusik

Michael an der Trompete
sieht heut wie ein Engel aus,
Anton spielt die Altblockflöte,
manchmal übt er auch zu Haus.

Friedrich bläst die dicke Tuba,
lustig, seine dicken Backen.
Die Musik, sie kommt aus Kuba,
Anton hat den Schalk im Nacken,

schlägt wie wild das Tambourin,
bis die Hände heftig schmerzen,
doch egal, was kümmerts ihn,
er ist aufgelegt zu Scherzen.

Im Geigenkasten von Franz-Heinrich
landen ein paar Münzen schon.
Anton bettelt, das ist peinlich,
gehört auch nicht zum guten Ton.

Am Schluss, das Publikum ist weg,
wird einträchtig das Geld gezählt
und die Kohle kriegt dann der,
dem sie gerad am meisten fehlt.

Und: wer bekommt heute die Knete?
Der Michael an der Engelstrompete!

© Regina Meier zu Verl

Johannes und Katharina, ein Johannipaar

Bald ist Johannitag, der 24. Juni. Immer an diesem Tag fällt mir die nachfolgende Geschichte wieder ein, die ich vor vielen Jahren geschrieben habe!

Johannes und Katharina, ein Johannipaar

„Am Johannitag haben wir uns versprochen immer füreinander da zu sein“, sagt Oma.
„Dein Opa war ein toller Mann, alle Mädchen haben sich nach ihm umgeschaut, aber er hatte nur Augen für mich.“ Oma lächelt, als sie daran zurückdenkt. Ich kenne diese Geschichte, aber ich werde nicht müde, sie immer wieder zu hören.
„Erzähl von dem Feuer“, bitte ich sie.
„Aber Kind, das habe ich schon hundert Mal erzählt!“
„Das macht nichts, ich möchte es nochmal hören“, Oma kann meiner Bitte nicht widerstehen und sie beginnt zu erzählen.
„Dein Opa wohnte auf dem Nachbarhof, wir sind uns als Kinder oft begegnet, aber in jedem Jahr, wenn das Johannifeuer auf der großen Dorfwiese entfacht wurde und wir wieder ein Jahr älter geworden waren, wuchs das Gefühl, das wir füreinander hatten. Uns war beiden klar, dass wir einmal ein Paar sein würden. Doch wir waren ja so jung und so schüchtern, dass wir es uns nie gesagt haben.“ Oma steht auf und holt die Zigarrenkiste mit den alten Fotos aus der Vitrine.
„Schau hier, das sitzt er am Feuer und spielt auf seiner Laute. Wie habe ich es geliebt, wenn er sang und spielte. Alle haben ihm wie gebannt zugehört, manchmal haben sie auch mitgesungen. Aber meist lauschten sie deinem Großvater, er war ein begnadeter Sänger. Seine Stimme hatte so etwas – ich kann es gar nicht sagen …“
„Charmantes!“, sage ich, denn schließlich habe ich ihn ja auch singen hören. Auch ich habe es geliebt, ihm zu lauschen und all die alten Lieder, die kenne ich auch, Strophe für Strophe. Es ist kein Zufall, dass ich irgendwann anfing Gitarre zu spielen. Ich weiß noch, wie froh er darüber war. Als er starb, bekam ich seine Laute, sie steht hier neben mir. Sie ist mir so wichtig und wertvoll, irgendwann werde ich sie meiner Tochter vererben.
„Niemand konnte so schön spielen wie er und an dem Tag, als wir geheiratet haben, das war ein paar Tage nach Johanni, da hat er mir ein Liebeslied gesungen, eines, das nur für mich war. Er hat es selbst geschrieben. Wie gern würde ich es noch einmal hören!“
Auf diesen Moment habe ich gewartet, ich nehme meine Gitarre und schlage ein paar Akkorde an, dann beginne ich leise zu singen:

K – für meine Katharina, A – für allzeit meine Frau,
T – für treu, und das für immer, H – für Herz und Himmelblau,
A – für achten und beschenken, R – für Rosen, dunkelrot,
I – für immer an dich denken, N – für Nähe ohne Not,
A – für all das bist du mir und auch für all das bin ich dir.
Meine Katharina, meine Frau!

Oma weint, sie weint vor Freude und sie weint um ihren Mann, der ihr vorausgegangen ist. Es muss schwer sein für sie, aber ich bin sicher, dass sie diesen Moment mit mir genossen hat, trotz der Tränen. Wir haben uns lange umarmt und ich bin so froh, dass ich sie habe, meine Oma. Gebe Gott, dass sie mich noch lange begleiten darf.

© Regina Meier zu Verl

Rosenmuster gesucht…

Vielleicht finden wir gemeinsam die Bettwäsche, das wäre doch toll! Ich teile aus diesem Grund den Beitrag hier bei mir!
Schaut mal nach in euren Wäscheschränken, bitte!

WorTüfteleien

Hallo liebe BlogFolgeFreundeVorbeiflannierer(♀⚥⚧♂⚪)
(Links=WorTüfteleienLinks)

Ihr lieben da draußen seit gefragt 😉 Miss ist auf der Suche nach diesem Bettwächenmuster:

Zur Geschichte:

Das Mutttier hat einst die Bettwäsche bekommen, sie wollte sie so gerne haben, weil sie an ihre Mutti erinnerte und nun da ihr Vati auch friedlich eingeschlafen ist, sucht Miss die Bettwäsche noch mehr…

Vielleicht habt ihr sie ja im Schrank und benutzt sie gar nicht mehr 😉

Wieso ist sie denn auch weg, fragt ihr euch vielleicht?

Das Mutttier gab einst die Bettwäsche in die Wäscherei, das machte man wohl früher so, und dann kamen nur noch die Kissen zurück 😟 .

Miss hätte ihr so gern auch die Decken geben wollen, so das die Mutti sich darin einmummeln kann. Klar es wäre nicht das gleiche, aber sie wäre ja dann irgendwie von Miss, dann hätte sie Kopfkissen und Decken in Liebe, zum einhüllen ❤

Es gab das…

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