Vom Einwecken und Aufwecken

Vom Einwecken und Aufwecken

Sie stehen noch in den Regalen,
die großen, kleinen, breiten, schmalen
Gläser, dick mit Staub bedeckt,
früher wurd‘ drin eingeweckt.
Erdbeeren, Himbeer‘n, Pflaumen, mehr,
nicht ein einziges Glas blieb leer.
Apfelkompott und Birnenstückchen,
Marmelade mit einem Schlückchen
Rum hochprozentig haltbar gemachte.
Der verfliegt, sagte Oma lachte,
wenn Mutter vor uns jenes Glas versteckte,
wo doch der Inhalt so köstlich schmeckte.
Brechbohnen für delikate
Eintöpfe oder Salate,
Stachelbeeren unrasiert
haben niemals mich verführt.
Doch an eingekochte Pflaumen
erinnert heut sich noch mein Gaumen.
Manchmal denk ich: sollt ich’s wagen
und in meinen alten Tagen
das Einwecken reaktivieren?
Nein, werd weiterhin einfrieren
und notfalls meinen Gaumen
erfreuen mit geeisten Pflaumen.

Fazit: Kein Aufwecken ohne Einwecken, schade!

© Regina Meier zu Verl

Photo by Mikhail Nilov on Pexels.com

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