7. Dezember 2021

7. Dezember

„Tina, du musst aufstehen!“, rief Mama.
Tina war aber noch so müde, so gern wollte sie noch ein bisschen liegen bleiben, wo es doch so schön gemütlich im Bett war. In der Nacht hatte sie nämlich noch langen mit ihren Freunden geredet. Über Weihnachten hatten sie sich unterhalten und darüber, dass es viele Menschen gab, die unglücklich waren und es nicht so gut hatten wie Tina und ihre Familie. Tina kam dann auf die Idee, Weihnachtsgeschenk für die Kinder zu basteln, die im Heim lebten. So ein Heim gab es ganz in der Nähe, Tina kannte einige Kinder, die auch in ihre Schule gingen. Diese Kinder sollten sich auch freuen dürfen zu Weihnachten.
Als die Mutter zum zweiten Mal rief, schlug Tina die Bettdecke entschlossen zur Seite und hüpfte aus dem Bett. Schnell zog sie ihre Hausschuhe und den Bademantel über, dann pflückte sie das siebente Päckchen vom Adventskalender und nahm es mit in die Küche.
Der Frühstückstisch war gedeckt und auch Papa war noch zu Hause.
„Guten Morgen, Schatz. Hast du gut geschlafen?“, fragte er.
„Ja, habe ich. Schaut her, ich habe mein Päckchen mitgebracht, ich bin gespannt, was heute drin ist!“, sagte Tina erwartungsvoll und löste das Geschenkband.
„Du hast uns ja noch nicht einmal die Geschenke der ersten Tage gezeigt!“, sagte Mama mit einem leicht vorwurfsvollen Unterton. „Sind das etwa Geheimnisse?“, wollte sie wissen.
Tina antwortete nicht, sie zog einen roten Briefumschlag aus dem Päckchen und fand in dem Umschlag einen Gutschein über 10 €, einzulösen beim Bastelpeter in der Stadt.
„Jippie…“, jubelte Tina. „Der kommt wie gerufen. Darf ich nach der Schule dorthin gehen?“, fragte sie ihre Eltern.
„Was möchtest du denn kaufen?“, fragte Mama.
„Ich möchte kleine Geschenke für die Heimkinder basteln, da kann ich vieles gut gebrauchen!“
„Was für eine schöne Idee. Vielleicht kann ich dir helfen dabei“, schlug Mama vor.
Da Tinas Mama immer tolle Ideen hatte, nahm Tina das Angebot zu gern an.
Nach der Schule ging sie zum Bastelladen und kaufte Transparentpapier, einen großen Bogen mit Glitzersternchen und einige Bögen Bastelpappe. Der nette Verkäufer schenkte ihr noch eine Vorlage für einen Engel dazu.
„Danke schön!“, sagte Tina und dann traute sie sich zu fragen: „Sind Sie der Bastelpeter?“
Der junge Mann musste lachen, seine Augen blitzten fröhlich.
„Nein, ich bin Max – der Bastelpeter, das war mein Papa, der hat dieses Geschäft aufgebaut und er schaut mir nun von da oben zu“, er deutete auf den Himmel.
Tina reichte ihm die Hand: „Na, dann tschüss, lieber Herr Bastelmax!“

Morgen geht es hier weiter …

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