Ein Herbstmorgen

Nebel liegt auf herbstlichen Wiesen,

geheimnisvoll ruht noch die Welt.

Ich wandere an Tagen wie diesen,

weil mir die Stille so gefällt.

Atme ein den Duft der feuchten Erde,

und schmecke frische kühle Luft,

während ich schweige, ruhiger werde,

betört mich feiner Morgenduft.

Am Waldrand suchen Vögel nach Beeren,

bereiten sich auf Winters Einzug vor.

Ich bin ganz still und will nicht stören,

ihr Tschilpen klingt mir wie ein Dank im Ohr.

Ganz leise, Herbst, bist du gekommen,

hast bunte Farben mitgebracht,

hast Sommerliches einfach übernommen

und deinen Stempel drauf gemacht.

Ja, mir gefällt, was ich da sehe,

verzaubert scheint mir die Natur

und während ich nach Hause gehe

erklingt ein Lied in frohem Dur.

Ich lausche und bin guter Laune,

Willkommen, Herbst, du schöne Zeit.

Ich sehe, rieche, schmecke, staune,

bin lange schon für dich bereit.

© Regina Meier zu Verl

Hier zum Anhören:

See-Idylle

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6 Kommentare zu „Ein Herbstmorgen

  1. Ein sehr schönes Gedicht.
    Das Bild unter dem Text entspricht dem, was ich aus meinem Fenster sehen kann.
    Der kleine See, sich färbende Blätter an Bäumen und Büschen, morgendlicher
    Nebel über dem Wasser. Danke!

    Christoph

    Gefällt 1 Person

    1. Danke schön, lieber Christoph,
      der See auf dem Bild ist genau drei Minuten zu Fuß von meinem Zuhause entfernt. Das ist ein großes Glück, denn zu jeder Jahreszeit ist es dort wunderbar und ein Rundgang ist entspannend und schön. Oft komme ich frisch gestärkt mit neuen Schreibimpulsen heim!
      Herzliche Grüße und Ihnen ein schönes Wochenende
      Regina

      Gefällt mir

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