Weihnachten im Stall 21. Dezember

IMG_20141219_15085108521. Dezember
Beim Frühstück bat Hendrik seinen Opa Josef, ihn zur Schule zu bringen.
„Heute ist der letzte Schultag vor den Ferien“, sagte er. „Da wünsche ich mir, dass du mich bringst!“ Opa wollte eigentlich noch seine Zeitung lesen, aber für sein Enkelkind verzichtete er darauf, er musste sowieso noch etwas erledigen. Da konnte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
„Also gut, aber unter einer Bedingung. Wir nehmen den Trecker!“, sagte Opa.
„Vater!“ Mama war damit nicht einverstanden. „Das geht doch nicht!“
Hendrik war aber Feuer und Flamme. „Warum denn nicht? Die anderen Kinder werden mich beneiden. Bitte Mama, lass Opa und mich mit dem Trecker fahren!“, bettelte er.
Papa grinste, er konnte seinen Sohn so gut verstehen. Früher hatte Opa ihn auch oft mit dem Trecker zur Schule gefahren. Das war immer toll gewesen.
„Lass ihn doch! Mir hat es auch nicht geschadet!“, sagte er deshalb und Mama gab sich geschlagen. „Aber du musst doch schön warm anziehen, es ist bitterkalt draußen und der Trecker hat keine Heizung!“ Sie verließ die Küche, um warme Sachen für Hendrik zu holen.
Eine Viertelstunde später ratterten Opa und Hendrik über die Landstraße. Es hatte geschneit in der Nacht und alles sah sauber und irgendwie festlich aus. In den Vorgärten der Häuser, die sie passierten, standen Tannenbäume mit Lichterketten und da es noch ein wenig dunkel war, erstrahlten auch einige Fenster in gemütlichem, weihnachtlichen Licht.
„Du Opa!“, rief Hendrik, um das Geratter des Motors zu übertönen. „Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?“
Opa nickte. „Ich liebe Geheimnisse, aber warte, bis wir da sind, ich verstehe dich so schlecht bei diesem Getöse!“
„Okay, ein gebrülltes Geheimnis bleibt dann ja auch nicht lange geheim, ne?“, lachte Hendrik. Vor der Schule angekommen wurden sie gleich von Kindern umringt, die den tollen alten Trecker bewunderten.
„Du hast es gut!“, rief Annabel, Hendriks Freundin. „Nimmst du mich mal mit?“ Sie fasste Hendrik an der Hand und zog ihn mit sich.
„Heute Mittag, Opa!“, rief Hendrik seinem Opa zu. „Heute Mittag reden wir!“

Na, das stimmt wohl, gebrüllte Geheimnisse bleiben nicht lange geheim … mal sehen, ob Hendrik seinen Opa doch noch informieren kann, morgen geht es weiter und dann haben wir schon bald das Ende der Adventszeit erreicht. Näh, Näh, würde Lisbeth sagen, die Zeit die rast, Näh. Näh!

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